In Kärnten sorgte kürzlich ein kurioses Gerichtsurteil für Aufsehen: "Heute"-Leser Phillip soll am 07. September 2022 nicht nur ohne Führerschein, sondern auch mit 15 km/h zu viel am Tacho über eine 80er-Zone auf der Tauernautobahn (A10) gedüst sein. Das Beweisfoto zeigt jedoch eine völlig andere Person – trotzdem wurde Phillip zu 560 Euro Strafe verdonnert.
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Gegen 15 Uhr soll der 20-Jährige mit 95 statt der erlaubten 80 Stundenkilometer über die A10 gebrettert sein. Dabei besaß er zu diesem Zeitpunkt nicht nur keinen Führerschein – er konnte den Richtern sogar vorweisen, dass er an besagtem Tag von 9 bis 19 Uhr in seiner Arbeit, einem Wettcafé, tätig war.
Und selbst das Beweisfoto des Radargeräts – auf dem Foto ist ein Ex-Mitarbeiter seiner Eltern zu sehen – reichte vor Gericht nicht für ein Urteil zu Gunsten des Kärntners aus.
Doch wieso muss der 20-Jährige 560 Euro Strafe zahlen? Das Urteil liegt einer Aneinanderreihung unglücklicher Umstände zugrunde. Zwar reichten sowohl Phillip, als auch sein Vater, der als Zeuge beim Prozess war, fristgerechte Beschwerden ein. In ihren Aussagen konnten sie jedoch nicht angeben, wer tatsächlich gefahren ist.
„Trotz Radarfoto, auf welchem ein anderer Mann zu sehen ist, und Arbeitsnachweis wurde mein Sohn verurteilt – und das im Namen der Republik. Es sollte eher 'im Namen der Willkür' heißen!“"Heute"-Leser RudolfVater von Phillip
Anstatt den Namen des Fahrzeuglenkers zu nennen – es handelte sich um einen Ex-Mitarbeiter der Eltern – verlangte die Kärntner Familie eine Aufhebung der Straferkenntnis. Phillip ist untröstlich, sein Vater holt im "Heute"-Talk gegen das Landesverwaltungsgericht Kärnten aus: