Mann schlug Chef nieder, wollte ihn mit Auto überfahren

Der Angeklagte
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Nach einem wüsten Streit mit dem Chef einer Werkstatt musste ein Syrer (42) jetzt in St. Pölten wegen Mordversuches auf die Anklagebank.

Der Schauplatz der Gewalttat war eine kleine, aber regional recht bekannte Werkstatt mit Tankstelle im Bezirk St. Pölten: Ein Syrer (42) hatte einem Türken, der einen Raum der Werkstatt gemietet hatte, Geld für den Kauf eines Autos geliehen, laut Anklage 6.000 Euro.

Syrer wollte Chef überfahren

Im Mai 2020 forderte der Syrer das Geld zurück, der Chef der Werkstatt, ein älterer, resoluter Österreicher, soll den 42-Jährigen daraufhin aus der Halle geworfen haben. Es kam zum handfesten Streit, der Syrer schlug den Senior zu Boden und trat auf das am Boden liegende Opfer ein. 

Trotz einer Schädelprellung konnte sich das Opfer aufrappeln, einstweilen hatte der Syrer die Kennzeichen von seinem Wagen genommen und fuhr auf den Chef zu. Nur durch einen Sprung auf die Seite konnte sich der Werkstatt-Besitzer im letzten Moment retten. 

Mordversuch oder nicht?

Zum Vorwurf der versuchten schweren Körperverletzung und Nötigung zeigte sich der Angeklagte geständig, bestritt aber jegliche Tötungsabsicht. Der Gutachter meinte, der Syrer hätte das Opfer mit Tempo 40 erwischt - und dies hätte tödlich ausgehen können.

Für die Geschworenen war es einstimmig kein Mordversuch, sondern schwere Nötigung und versuchte, schwere Körperverletzung. Das Urteil (rechtskräftig): zwei Jahre Haft.

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