Mann schneidet schwangerer Frau Bauch auf - Baby tot

Die Frau war im sechsten oder siebten Monat.
Die Frau war im sechsten oder siebten Monat.
iStock - Symbolbild
Ein Mann in Indien soll seiner schwangeren Frau den Bauch aufgeschnitten haben, weil er herausfinden wollte, ob das ungeborene Baby ein Bub ist.

Wie "NDTV" berichtet, ereignete sich die grausame Tat am vergangenen Samstagabend in Uttar Pradesh, Indien.

Die beiden Eheleute haben zusammen bereits vier Töchter. Nun war die Frau erneut schwanger. Der Mann konnte offenbar nicht länger warten und wollte wissen, ob seine Frau nun endlich einen Bub in sich trägt. Er attackierte seine 35-jährige Frau mit einer scharfkantigen Waffe, um ihr den Bauch aufzuschneiden und so das Geschlecht des Kindes zu erfahren.

Die Polizei sagte lokalen Medien gegenüber, dass die Frau bei dem Vorfall lebensbedrohliche Verletzungen erlitten hatte. Das Kind, ein Bub, ist bei der Geburt am Sonntag gestorben. Die 35-Jährige befand sich zur Tatzeit im sechsten oder siebten Schwangerschaftsmonat.

Das Opfer dieser grausamen Tat befindet sich derzeit auf der Intensivstation im Krankenhaus in Neu Delhi. Ihr Gatte wurde von der Polizei in Gewahrsam genommen. Über die genauen Gründe für die Tat wollte sich die Behörde zunächst nicht äußern.

Die Familie der Frau behauptet aber, der Mann wolle unbedingt einen Sohn und beging das Verbrechen, um zu erfahren, ob es sich um einen männlichen oder weiblichen Fötus handelte.

In Indien Mordrate an Kindern weltweit am höchsten

In der patriarchalischen Gesellschaft Indiens hat die kulturelle Präferenz für Söhne das Verhältnis von Männern zu Frauen in der Bevölkerung seit Generationen verzerrt. Obwohl zahlreiche Regierungskampagnen dagegen kämpfen, sehen viele Familienväter Buben weiterhin als Investition und Mädchen nur als Verpflichtung. Die Töchter verlassen nämlich das Elternhaus und für sie muss bei der Hochzeit Mitgift gezahlt werden. Die Söhne sind hingegen diejenigen, die den lebensunterhalt der Familie sichern und das Hab und Gut jener erben und dafür sorgen, dass die Familienlinie weitergeführt wird.

Laut einer Studie des Asian Center for Human Rights über Kindermord an Frauen weist Indien hier eine der höchsten Raten weltweit auf. Abtreibungen weiblicher Föten sind in Indien eigentlich verboten, aber aufgrund der Bevorzugung von Buben werden dennoch welche vorgenommen. Dadurch nimmt die Zahl der neugeborenen Mädchen weiter stetig ab.

Nach offiziellen Angaben betrug die Anzahl der Mädchen pro 1.000 Buben zwischen 2015 und 2017 896. Zwischen 2014 und 2016 gab es 898 Mädchen pro 1.000 Buben und zwischen 2013 und 2015 noch 900.

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