Mann stach im Wald 15 Mal auf Ehefrau ein

Bluttat in der Südsteiermark: Ein 37-Jähriger hat seine Frau durch mehrere Messerstiche schwer verletzt.
Bluttat in der Südsteiermark: Ein 37-Jähriger hat seine Frau durch mehrere Messerstiche schwer verletzt.Bild: Google Maps
Ein 37-jähriger Mann steht im Verdacht, seine 46-jährige Frau Montagabend durch mehrere Messerstiche schwer verletzt zu haben. Polizisten nahmen den 37-Jährigen fest.
Kurz nach 18 Uhr am Montag machte die in Deutschland lebende, aus dem Irak stammende Familie im Augebiet bei Gralla in der Südsteiermark (Bezirk Leibnitz) Rast, nachdem sie auf dem Nachhauseweg von ihrem Urlaub in Kroatien waren.

In einem Waldstück stellten der 37-Jährige und seine Frau das Fahrzeug ab und ließen darin ihre Kinder (11, 14) zurück. Das Ehepaar entfernte sich vom Wagen, ging in den Wald.

"In der Folge dürfte ein Streit der beiden eskaliert sein, wobei der 37-Jährige im Verdacht steht, die 46-Jährige durch insgesamt 15 Messerstiche gegen den Hals, den Bauch sowie die Arme schwer verletzt zu haben", schildert die Polizei.

Festnahme ohne Widerstand

Von der Tat offenbar geschockt, wandte sich der 37-Jährige in der Folge an Passanten und bat sie um Hilfe. Rettungskräfte und die Polizei wurden verständigt. Polizisten nahmen den 37-Jährigen vor Ort ohne Widerstand fest und brachten ihn auf die Polizeiinspektion in Leibnitz.

CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Die 46-jährige schwer verletzte Frau wurde vom Roten Kreuz ins LKH Wagna eingeliefert, wo sie noch am Abend operiert wurde. Es besteht keine Lebensgefahr.

Die beiden Töchter wurden vom Kriseninterventionsteam sowie von Sozialarbeitern der Bezirkshauptmannschaft Leibnitz betreut.

Motiv unklar

Noch am Abend hat das Landeskriminalamt Steiermark die Ermittlungen übernommen. "Die Tatortarbeit ging bis in die Nachtstunden von statten. Dabei konnte die Tatwaffe, ein Messer, bislang noch nicht im weitläufigen Augebiet sichergestellt werden", so die Polizei.

Die Hintergründe der Tat sind bislang unbekannt. Laut "Kleine Zeitung" lebten die Eltern der beiden Mädchen getrennt voneinander, sind aber trotzdem gemeinsam auf Urlaub gefahren.

Der 37-Jährige zeigte sich bei einer ersten Befragung geständig, auf seine Frau eingestochen zu haben. Er bestritt jedoch eine Tötungsabsicht. Weitere Vernehmungen, auch mit dem Opfer, sollen Klarheit bringen.

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(ek)

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