Zweimal schon habe man seine Turnschuhe einfach weggeworfen, zudem lasse die Sauberkeit zu wünschen übrig: Ein Südsteirer war mit seinem Fitness-Studio gar nicht zufrieden und wollte vorzeitig aus dem Vertrag aussteigen. Da die Mindestlaufzeit aber noch nicht vergangen war, griff der 47-Jährige zu "kreativen" Methoden.
Laut Anklage machte sich der Mann im November 2022 an der Dekoration des Fitness-Studios zu schaffen. Auf dem Video einer Überwachungskamera ist zu erkennen, wie der Beschuldigte an einer Lichterkette reißt und im Anschluss ein Christbaum mit Hilfe eines Kraftgürtels aus dem Bild gezogen wird. Vor dem Bezirksgericht Leibnitz gab der Studio-Besucher schon im März an, er hätte damit eine vorzeitige Kündigung erwirken wollen – mit Erfolg.
Beim zweiten Verhandlungstag kam der Angeklagte aber nun von dieser Darstellung wieder ab. Er habe "sicher nichts gestohlen" und mit den Video-Aufnahmen stimme etwas nicht: "Wir waren sicher zu dritt oder zu viert in dem Raum, da fehlen sowieso Leute."
Im Lichte des Videomaterials und der bisherigen Aussagen kam der 47-Jährige damit nicht durch: Er wurde laut "Kleiner Zeitung" wegen Sachbeschädigung und dauerhafter Sachentziehung zu einer Geldstrafe von 3600 Euro und einem Schadenersatz von 21,98 Euro verurteilt. Nicht billig, für eine Kündigung…