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Mann täuschte eigenen Tod vor, wollte 4,1 Mio. €

In Deutschland muss sich ein 53-Jähriger vor Gericht verantworten, weil er seinen eigenen Tod auf der Ostsee vorgetäuscht haben soll.
09.12.2020, 20:36

Seine Ehefrau sitzt mit auf der Anklagebank am Kieler Landgericht. Auch gegen die Mutter des Angeklagten Christoph H. wird prozessiert, allerdings in einem getrennten Verfahren. Die Anklage wirft dem Trio gemeinschaftlich versuchten schweren Betrug in 14 Fällen vor. Christoph H., seine Ehefrau und seine Mutter sollen 14 Lebens- und Unfallversicherungen mit einem Gesamtvolumen von 4,1 Millionen Euro abgeschlossen haben, die nach dem angeblichen Tod von Christoph H. an seine Frau und seine Mutter ausgezahlt werden sollten.

Perfider Plan zum Versicherungsbetrug

Zum Prozess-Auftakt äußerten sich die beiden Angeklagten nicht zu den Vorwürfen. Die Anklageverlesung gab Einblick in den perfiden Plan der beiden. Demnach soll Christoph H. am 7. Oktober vergangenen Jahres einen Unfall auf der Ostsee vor Kiel mit seinem Boot inszeniert haben und anschließend untergetaucht sein. Das Ziel: Er wollte mit dem Bootsunfall seinen eigenen Tod vortäuschen. Im Mai nahmen Polizisten Christoph H. im Haus seiner Mutter in Schwarmstedt fest. Er hockte hinter Kartons auf dem Dachboden der alten Stadtvilla.

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