Mann tötet gemeinsamen Sohn, damit Ex-Frau leidet

Auf Facebook gab er sich als Familienmensch aus.
Auf Facebook gab er sich als Familienmensch aus.Bild: Facebook
Drei Menschen soll der Kroate Drazen D. getötet haben. Seine ehemalige Lebensgefährtin verschonte er. Der Grund: Sie soll ein Leben lang leiden.

Im September vergangenen Jahres suchte ganz Deutschland nach Drazen D. Der Kroate soll in eine Familienfeier in Villingendorf geplatzt sein. Mit einem Gewehr soll er den neuen Lebensgefährten seiner Ex-Freundin Maria, ihre Cousine, sowie den gemeinsamen Sohn (6) erschossen haben.

Laut Staatsanwaltschaft steckt hinter der Tat ein scheußlicher Plan: Drazen will seine Ex leiden sehen - und das ein Leben lang. Auslöser soll die Trennung der beiden gewesen sein. Die hat der Kroate offenbar nie verkraftet.

Tat lange geplant

Auf seinem Facebook-Profil gibt sich der mutmaßliche Mörder als Familienmensch. Zahlreiche Fotos zeigen ihn glücklich mit seiner Familie. In Wahrheit floh die Frau Anfang des vergangenen Jahres vor ihrem Ex-Mann.

Im August 2017 kaufte er sich die Mordwaffe am Balkan - vermutlich in Kroatien. Die Tat scheint also keine Kurzschlussreaktion gewesen zu sein.

Am Freitag startet der Mordprozess gegen den mutmaßlichen Dreifach-Mörder. Ihm droht eine lebenslange Haftstrafe.

Die grausame Tat von Drazen D:

Am Donnerstag wollte eine Familie in Baden-Württemberg (Deutschland) im kleinen Kreis die Einschulung des Kleinsten feiern. In den Abendstunden stürmte ein Mann das Haus in der Ortschaft Rottweil und erschoss den Sechsjährigen mit einem Gewehr. Der Killer: Sein eigener Vater!

Die Mutter des Buben konnte in letzter Sekunde fliehen. Ihre Cousine (29) sowie ihr neuer Lebensgefährte (34) mussten jedoch ebenfalls sterben - auch sie wurden von dem Drazen D. aus Kroatien erschossen.

Die Polizisten sollen in einem Schrank ein dreijähriges Mädchen gefunden haben. Dabei dürfte es sich um die Tochter der Ermordeten handeln, das Kind überlebte.

Fünf Tage lang war Drazen D. auf der Flucht. Europaweit sucht man nach ihm. Der Kroate wurde letztendlich nur wenige Gehminuten vom Tatort entfernt von Anrainern erkannt. Diese kontaktierten die Polizei. Drazen D. ließ sich widerstandslos festnehmen.

Schon in der Vergangenheit mit der Polizei zu tun gehabt

Die Anreiner kritisieren die Polizei, dass sie schon früher hätte handeln müssen. Denn Drazen D. soll amtsbekannt gewesen sein. Mehrfach soll er seine Ex-Frau misshandelt und ihr sogar mit dem Tod gedroht haben.

(slo)

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