Österreich

Mann überlebt Lawine, dann tötet ihn Schneebrett

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:28

Tragischer geht es kaum noch: Ein 29-jähriger Niederösterreicher löste im Skigebiet Sportgastein am Donnerstag eine Lawine aus und schaffte es, sich selbst aus den Schneemassen zu befreien. Dann der Schock: Durch seine Anstrengungen löste er eine zweite aus und starb unter den Schneemassen.

Der Variantenskifahrer war mit zwei Begleitern vom Kreuzkogel (2.686 Meter) zwischen den Lawinenverbauungen im freiem Skiraum abgefahren. Dann ging die Lawine ab, doch der Sportler reagerte blitzschnell. Er aktivierte seinen Lawinen-Airbatg und wurde nur bis zum Bauch verschüttet.

Zweites Schneebrett riss ihn mit

Nachdem er sich vorerst aus dem Schnee befreien konnte, löste der Niederösterreicher jedoch noch ein zweites Schneebrett aus. Dieses riss ihn talwärts und drückte ihn gegen eine Lawinenverbauung. Die Schneemassen fügten ihm tödliche Verletzungen zu. Die Hilfe der Notärztin des Rettungshubschraubers "Martin 1" kam für den Mann zu spät.

Lawinenwarnstufe "Mäßig"

Die Leiche des Niederösterreichers und seine Begleiter wurden von der Besatzung des Polizeihubschraubers "Libelle" geborgen. An dem Einsatz waren rund 25 Bergretter der Ortsstelle Bad Gastein beteiligt. In den Hohen Tauern herrschte zum Unfallzeitpunkt Lawinenwarnstufe 2 ("Mäßig"). Laut Christian Berger, Bezirksstellenleiter der Bergrettung im Pongau, hat der tagelange Südföhn um Weihnachten jedoch sehr viel Schnee verfrachtet. Besonders in Mulden und Rinnen dürfte die Lawinengefahr dadurch höher sein.

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