Mann verliert wegen Spinnenbiss fast Finger

Ein Mann wurde angeblich auf einem Flug von Genf nach New York von einer Spinne gebissen. Die ausführende Airline will davon aber nichts wissen.
Drei nervenaufreibende Tage im Krankenhaus und Rechnungen in Höhe von 53.000 Dollar: Seine Reise in die USA im September wurde für Vahé* zum Alptraum. Wegen eines Spinnenbisses hätte beinahe sein Finger amputiert werden müssen. Dies konnte jedoch durch die Verabreichung eines sehr starken Antibiotikums verhindert werden.

Mittlerweile wird der Schock nur noch von Wut übertroffen: Vahé behauptet nämlich, dass die Spinne ihn auf einem Flug der Swiss von Genf nach New York gebissen habe.

Swiss weist Schuld von sich

Die Airline weigert sich jedoch, sich des Falls anzunehmen. Sie argumentiert, dass die Fluggäste bei einem solchen Vorfall die Flugbegleiter informieren müssten, damit ein Bericht erstellt werden könne. "Angesichts des Fehlens eines solchen Berichts und des Nachweises, dass eine Spinne tatsächlich an Bord war, erwägt die Swiss keine Entschädigung", sagt Sprecherin Meike Fuhlrott zum Schweizer Nachrichtenportal "20 Minutes".

CommentCreated with Sketch.3 Kommentar schreiben Arrow-RightCreated with Sketch. "Das ist absurd", sagt Vahé. "Als ich aus dem Flugzeug stieg, tat mein Finger weh, ich wusste zu dem Zeitpunkt aber noch nicht, warum, darum wollte es dem Personal nicht sagen, es wäre lächerlich gewesen. Erst im Krankenhaus erfuhr ich, dass es eine Spinne gewesen war."

"Ich werde gegen sie vorgehen"

Fünf Tage später, am 25. September, schilderte er seinen Fall in einem Schreiben an die Swiss. "Ich wollte damit auch andere Passagiere warnen. Eine Antwort habe ich erst im November erhalten."

Die Swiss versichert, dass keine Tiere dieser Art in dem Flugzeug gesichtet wurden und es "in letzter Zeit keine solchen Vorfälle gegeben habe".

Doch damit will sich Vahé nicht zufriedengeben. "Nicht einmal eine Entschuldigung oder dergleichen habe ich erhalten. Ich erwarte jetzt, dass sie meine Ausgaben entschädigen. Ich werde gegen sie vorgehen."

*Vollständiger Name der Redaktion bekannt (kat/20 Minuten)

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