Wegen Microdrink-Würfel gab es Kontrolle auf Pride

Am Samstag feierten knapp 500.000 Personen die Vielfältigkeit. Abseits des Events kam es zu einer kuriosen Kontrolle.

"Ich hatte wieder das Gefühl, es ging nur um meine Hautfarbe", erklärt ein Promoter gegenüber "Heute.at". Auf der Pride wurde der junge Mann nämlich in eine unangenehme Situation gebracht, obwohl er lediglich seiner Arbeit nachging.

Einem Teilnehmer des Marsches kam der Promoter wohl etwas dubios vor. Gegen 15 Uhr rief er bei der Polizei an und gab offenbar an, dass hier jemand Drogen verteilen würde. Auf Anfrage von "Heute.at" erklärt Polizeisprecher Patrick Maierhofer, dass die Beamten dazu verpflichtet sind einzuschreiten, wenn man Kenntnis darüber erlangt, dass möglicherweise ein Tatbestand erfüllt wurde. Aus diesem Grund wurde der junge Mann kontrolliert. Zwar wurden kleine, verdächtig aussehende Würfel bei ihm entdeckt, von illegalen Substanzen konnte jedoch keine Rede sein.

Ernsthafter Verdacht oder "Scherzanruf?"

"Es sind 36 Grad und wir sorgen hier für gesunde Erfrischung", erklärte der Promoter den Polizisten. Er wurde nämlich von der Firma "Waterdrop" gebucht, um Vitamin-Drops zu verteilen. Nach der kurzen Durchsuchung konnte der Herr auch weiter seiner Arbeit nachgehen, der sich aber wenig überrascht über die Situation zeigte: "Es ist nichts Neues für mich, dass einfach so ich kontrolliert werde."

Strafrechtliche Folgen hatte der Einsatz natürlich nicht. Auch nicht für den anonymen Anrufer. Denn ob tatsächlich ein Verdacht bestanden hat, oder sich hier jemand einen niveaulosen Spaß erlaubte, kann nicht beurteilt werden.

(slo)

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