Mann will Auto schrotten, um Unfall zu vertuschen

Er krachte auf der Donaulände gegen ein geparktes Auto, ergriff dann die Flucht. Um den Unfall zu vertuschen, wollte er sein Auto schrotten. Nun wurde er erwischt.
Verzweifelt suchte ein junges Pärchen auf Facebook seit zehn Tagen nach jenem Lenker, der ihr Auto mitten in der Nacht bei einem Unfall geschrottet hatte (wir berichteten).

Passiert war der Vorfall am 15. November zwischen zwei und fünf Uhr in der Nacht. Manuel P. (24) und Sarah Sch. (27) trauten ihren Augen nicht, als ihr Mercedes A 250 Sport rund 20 Meter weiter entfernt neben einer Hausmauer stand. "Das war ein Riesenschock für uns. Der Wagen war ein Totalschaden", so Sarah Sch. im "Heute"-Gespräch.

Die beiden posteten Fotos des demolierten Wagens auf Facebook. Der Beitrag wurde bislang knapp 1.300 Mal geteilt. Einziger Hinweis anfangs: Ein Lenker gab an, jemanden beim Aufräumen der Autoteile gesehen zu haben. Er habe sich erkundigt, ob er helfen könne. Darauf habe er aber die Antwort bekommen, die Polizei sei bereits informiert.

CommentCreated with Sketch.5 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Dies ist allerdings nicht passiert. Jedoch war der Fahrerflüchtige beim Aufräumen nicht gründlich genug. Einen Teil der Stoßstange hatte er nämlich vergessen. Somit war zumindest klar, dass es sich um einen Volvo XC 90 handeln muss.

Nach zehn Tagen die erfreuliche Nachricht



Zehn Tage musste das Pärchen ausharren, ehe Montagfrüh die erfreuliche Nachricht erfolgte. Der flüchtige Fahrer konnte laut Polizei ausgeforscht werden. "Wir sind einfach nur überglücklich. Zum Glück wurde der Mann erwischt. Damit haben wir gar nicht mehr gerechnet", so die 27-Jährige.

Bei dem Lenker soll es sich um einen 54-Jährigen aus dem Bezirk Eferding handeln. Wie die Polizei berichtet, lenkte der Beschuldigte seinen Wagen am 15. November gegen 2 Uhr in der Nacht auf der Oberen Donaulände Richtung Wilhering.

Er kam allerdings von der Fahrbahn ab und krachte gegen den geparkten Wagen von Manuel P., schob diesen 20 Meter gegen ein Gerüst sowie ein Haus.

Ein Freund half mit



Anschließend entfernte der 54-Jährige die kaputten Autoteile und rief einen Freund zu Hilfe, wie die Polizei in einer Aussendung berichtet. Anschließend entfernten sie den kaputten Wagen von der Unfallstelle. Eine Anzeige erstattete keiner der beiden.

Um den Unfall zu vertuschen, ließ er das Wrack im Bezirk Rohrbach von einem Bagger zerdrücken und entfernen. Sein Pech: Er wurde bei der nicht fachgerechte Entsorgung von einem Mann beobachtet. Dieser ging anschließend zur Polizei.

Über die Fahrgestellnummer konnte schließlich der Besitzer ausgeforscht werden.

Aufgrund der in die Wege geleiteten Ermittlungen dürfte der Beschuldigte kalte Füße bekommen haben. Er stellte sich der Polizei.

Der Beschuldigte gab den Unfall bei der Oberen Donaulände schließlich zu, wollte seinen Helfer aber nicht verpfeifen. Das half aber alles nichts. Denn auch der zweite Beteiligte, der mithalf, den Wagen von der Unfallstelle zu entfernen, konnte inzwischen ausgeforscht werden. Es handelt sich um einen 48-Jährigen aus dem Bezirk Rohrbach. Beide wurden angezeigt.





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