Mann will Ehefrau retten, aber stürzt selbst in den Tod

Der Polizei-Hubschrauber "Libelle" war im Einsatz. Symbolbild
Der Polizei-Hubschrauber "Libelle" war im Einsatz. SymbolbildJuergen Feichter / EXPA / picturedesk.com
Ein Ehepaar ist am Dienstag bei einem tragischen Unglück im Osttiroler Defereggental für immer entzwei gerissen worden. 

Das deutsche Ehepaar war am Dienstagvormittag zu einer gemeinsamen Wanderung von der Patscherhütte in Richtung Oberhausalm aufgebrochen. Der 79-jährige Mann ging dabei einige Meter hinter seiner ein Jahr jüngeren Ehefrau.

Schon nach nur 10 bis 15 Minuten Wanderzeit entlang des Steiges passierte es, die 78-Jährige rutschte aus und kam zu Sturz. Sie schaffte es gerade noch, sich an einem Grasbüschel festzukrallen und konnte so einen Absturz über das angrenzende, steil abfallende und teilweise felsdurchsetzte Gelände verhindern.

Ihr Gatte eilte ihr sofort zu Hilfe, rutschte aber ebenfalls aus – und stürzte rund 30 bis 40 Meter über das steile Gelände ab. Knapp oberhalb eines Bachbettes kam der Mann schwer verletzt zum Stillstand.

Die Frau rutschte daraufhin auf dem Gesäß zu ihrem verunglückten Ehemann hinunter und rief aus aller Kraft um Hilfe. Ein Senner einer nahe gelegenen Alm hörte die Schreie und setzte einen Notruf ab.

Der Notarzt traf mit dem Hubschrauber ein, konnte jedoch nur mehr den Tod des Mannes feststellen. Die geschockte Witwe wurde mit einem Polizeihubschrauber geborgen und ins Tal gebracht.

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