Mann will nach Spanien fliegen, landet 775 Tage in Haft

Ein Beamter der Flughafenpolizei Hamburg. Symbolbild
Ein Beamter der Flughafenpolizei Hamburg. SymbolbildChristian Charisius / dpa / picturedesk.com
Eigentlich hatte der 31-Jährige von Hamburg in Richtung Barcelona reisen wollen. Stattdessen ging es für ihn vom Flughafen direkt ins Gefängnis.

Am Sonntagnachmittag gegen 14 Uhr wollte der 31-Jährige die Sicherheitskontrollen am Hamburger Flughafen passieren. Blöd nur für ihn, dass das polizeiliche Fahndungssystem sofort Alarm schlug.

Beim Abgleich seiner Daten stellten die Beamten der Bundespolizei nämlich fest, dass der Mann bereits seit Mitte 2015 von der Staatsanwaltschaft Kiel per Haftbefehl gesucht wurde.

Haftstrafe, Teil 2

Der Mann war in der Vergangenheit bereits wegen schweren Bandendiebstahls in 12 Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt worden. Nachdem er einen Teil der Haftstrafe verbüßt hatte, war er nach Albanien abgeschoben worden.

Allerdings unter der Auflage, dass er den Rest seiner Freiheitstrafe antreten muss, sollte er vor Ablauf der 10-jährigen Verjährungsfrist erneut nach Deutschland einreisen.

Diese Bedingung hatte der 31-Jährige offenbar geflissentlich ignoriert. Deshalb ging es für ihn auch per Direktverbindung vom Flughafen in eine Justizvollzugsanstalt. Anstatt in Spanien die Sonne zu genießen, darf er nun den Schatten der Gitterstäbe seiner Zelle beim Wandern zuschauen – 775 Tage lang. Zumindest gibt es im Häfn Vollpension.

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