Mann wollte grillen und zündete Würstelstand an

Der 30-jährige Mann stand wegen Brandstiftung vor Gericht.
Der 30-jährige Mann stand wegen Brandstiftung vor Gericht.Bild: Harald Dostal

"Es war eine besoffene Geschichte", rechtfertigte sich ein Mann (30), der beim Versuch im Winter zu grillen einen Würstelstand in Linz in Brand steckte.

Die Anklage gegen den 30-jährigen Montagetischler liest sich wie das Drehbuch zu einem schlechten Film. Im Jänner hatte er stark alkoholisiert gegen 5 Uhr bei einer Tankstelle alkoholische Getränke erworben. "Bei einem benachbarten Imbissstand soll er über die Gartentüre geklettert sein und sich in den überdachten Gastgarten gesetzt haben, wo er die mitgebrachten Getränke konsumierte", heißt es in der Anklageschrift.

Türschlossenteiser zum Anzünden



Dann wurde er richtig skurril: Weil er Grillkohle fand, kam er auf die Idee zu grillen und sich zu wärmen. Allerdings schaffte er es nicht Feuer zu machen. Also ging er zurück zur Tankstelle und kaufte zwei Packungen Frankfurter und Grillsenf sowie einen Türschlossenteiser. Mit dem wollte er die Kohlen anzünden – scheiterte aber erneut.

Dann nahm das Unglück seinen Lauf: Der Mann ging noch einmal zur Tankstelle um auf Nummer sicher zu gehen. Er kaufte einen 5-Liter-Benzinkanister, den er mit Superbenzin füllte. Damit gelang es ihm die Kohle zu entzünden. Allerdings verließ er dann einfach den Würstelstand, der zu brennen begann. Am Gebäude und Inventar soll ein Schaden von 125.000 Euro entstanden sein.

Nun wurde der Tischler zu einer bedingten dreimonatigen Haftstraße wegen fahrlässiger Herbeiführung einer Feuersbrunst verurteilt (nicht rechtskräftig). "Es war eine besoffene Geschichte", entschuldigte sich der Angeklagte beim Würstelstand-Besitzer.



(gs)

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