Studie: Männer sind im Job emotionaler

Wie soll man mit Emotionen am Arbeitsplatz umgehen? Eine Studie versucht eine Annäherung.
Aufs Neue erscheint eine Studie, die Männern mehr Emotionalität unterstellt als dem "schwachen", sensiblen Geschlecht. Die emotionalen Ausbrüche scheinen bei Männern im Berufsleben in einem größeren Format zu geschehen als bei Frauen.

Bei der UK-Studie wurden mehr als 2.000 Teilnehmer zum Thema "Emotionen am Arbeitsplatz" befragt. Mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer glaubt, dass der emotionale Ausdruck im Job zu kurz kommt. Echte Gefühle würden durch lächelnde Gesichtsausdrücke überspielt, meist aus Furcht, die Professionalität könnte darunter leiden. Deswegen greifen viele zu einer Maske.

Vor allem in Führungsebenen - wo jedoch die meisten cholerischen Tendenzen zu verzeichnen sind - werden emotionale Ausbrüche als Schwäche betrachtet. Dieses Statement zur Arbeitskultur machen 30 Prozent der Teilnehmer der Umfrage. Mehr als die Hälfte der Personen ist der Meinung, dass Emotionen gar nichts in einem Job zu tun haben.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Testosteron vs. Östrogen?

Jedoch geschieht die Verarbeitung der Emotionen auf anderen Ebenen. Während Männer eher dazu neigen, zu schreien beziehungsweise Wutausbrüche zu bekommen, beginnen Frauen leichter zu weinen. 41 Prozent der Frauen weinen am Arbeitsplatz, hingegen nur 20 Prozent der Männer. Diese schreien dafür doppelt so häufig.

Situationsbedingte Reaktionen sind bei Männern eher auf Kritik und Arbeitsleistung bezogen, etwa wenn sie finden, dass ihre Idee nicht gehört wird, bei Frauen hingegen sind es oftmals Arbeitskollegen und vor allem Mobbing am Arbeitsplatz. Eines von drei emotionalen Ereignissen wird von einem Kollegen getriggert, lediglich zwei von acht von einer Aufgabe.

Man darf nun jedoch nicht an einer stereotypen männlichen Veranlagung festhalten. Frauen fühlen sich genauso wütend, zeigen es jedoch weniger. Bei Traurigkeit ist es genau umgekehrt.Zudem leiden 77 der Arbeitnehmer zwischen 23 und 38 Jahren unter konstanten Angstgefühlen im Job.

So kann man mit Gefühlen bei der Arbeit umgehen

Es sollte sich vielleicht nicht alles in einem aufgeladenen Moment entladen, sondern in einem abgesicherten Rahmen. Lass die Emotionen zu und fühle sie für eine Weile, schreibe dir vielleicht etwas dazu auf und suche dir einen Safe Space dazu. Verlasse eventuell den Raum oder das Gebäude kurz und gehe spazieren. Sprich vielleicht mit jemandem, dem du vertraust.

Nav-AccountCreated with Sketch. heute.at TimeCreated with Sketch.| Akt:
Jobs

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen