Kolumne LiebesLeben

Man(n)ifestieren: So wünscht man sich Liebe herbei

Manche belächeln es, andere schwören darauf: Durch mentale Kraft kann man Traumpartner und andere Wünsche wahrmachen.
Sandra Kartik
19.08.2026, 06:00
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Er soll liebevoll, großzügig, lustig und ein guter Liebhaber sein. Außerdem finanziell unabhängig und sie auf Händen tragen. So stellt sich J. ihren Traumpartner vor. Um ihn möglichst bald in die Realität zu holen, hat sie damit begonnen, ihn zu manifestieren.

Durch das bewusste Steuern ihrer Gedanken will sie aus dem fabelhaften und fehlerlosen Fantasiegeschöpf einen echten Lebensgefährten aus Fleisch und Blut greifbar machen. Durch ihre mentale Kraft, ähnlich abstrakt wie die Macht in "Krieg der Sterne", formt sie aus dem Lehm ihrer inneren Idee einen Mann, der plötzlich dasteht und sie umhaut.

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Um den Vorgang zu beschleunigen, könnte sie mit verschiedenen Ritualen nachhelfen, die auf sozialen Medien als wirksam empfohlen werden. Wie dem minutiösen Auflisten aller Wunsch-Eigenschaften. Danach wird der hoffnungsvolle Zettel verbrannt, die Asche dann in den Wind oder in die Erde gestreut. Wie Abnehmen im Liegen oder Milch mit Honig bei schweren Schlafstörungen klingt das alles so verführerisch einfach, dass man es doch ausprobieren könnte. Schaden kann jedenfalls nicht. Denn Man(n)ifestieren zaubert vielleicht nicht umgehend die große Liebe herbei, hilft aber, herauszufinden, was man wirklich will.

{title && {title} } sk, {title && {title} } Akt. 19.08.2026, 09:43, 19.08.2026, 06:00
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