Nur vier Wochen nach seinem 60. Geburtstag hatte der Weltmeister von 1986 in seinem Haus in Tigre einen Herzstillstand erlitten, war verstorben und schon am Donnerstag auf dem Privatfriedhof Jardin de Bella Vista am Stadtrand von Buenos Aires beigesetzt worden.
In die Trauer um den argentinischen Fußball-Helden mischen sich nun erste kritische Stimmen. Vor allem von seinem Anwalt Matias Morla. Der machte den Notärzten nun schwere Vorwürfe.
Der Maradona-Anwalt verlangt jedenfalls eine Untersuchung. Sein Vorwurf: die Notärzte brauchten zu lange, um zu Maradonas Haus zu kommen. "Dass die Ambulanz eine halbe Stunde brauchte, ist kriminelle Idiotie", schrieb der Anwalt in einer Stellungnahme, bezieht sich laut "ESPN" dabei auf einen Bericht der Bezirksstaatsanwaltschaft von San Isidro.
Fakt ist jedenfalls: Maradona hatte am Mittwoch gefrühstückt, sich danach unwohl gefühlt und wieder ins Bett gelegt. Wenig später war er tot.
Derweil attackierte Alfredo Cahe, der frühere Leibarzt des einstigen Fußball-Stars, Maradonas Familie. Nach seiner Gehirn-OP am 3. November, bei der dem Argentinier ein Blutgerinnsel entfernt worden war, hätte Maradona länger im Krankenhaus bleiben sollen, prangerte Cahe an. Stattdessen war die Fußball-Ikone auf eigenen Wunsch am 11. November entlassen worden. "Seine Familie hat sich nicht richtig um ihn gekümmert", so der Arzt.
Außerdem sei besprochen gewesen, dass sich ein Defibrilator im Haus befinden sollte, doch der fehlte offenbar. "Aufgrund der Situation, in der er sich befand, hätte er einen Arzt bei sich haben sollen", so Cahe.