Fussball

Maradona-Protest: Spielerin erhält nun Morddrohungen

Während sich die Fußballwelt mit Trauerminuten von Diego Maradona verabschiedete, verweigerte die Fußballerin Paula Dapena die Ehrerbietung. 
Heute Redaktion
02.12.2020, 18:56

Vor dem Spiel gegen Deportivo Abanca hatten sich auch die Spielerinnen von Drittligist Viajes Interrias am Samstag zur Trauerminute für den 60-jährig verstorbenen Argentinier aufgestellt. Die 24-jährige Fußballerin hatte sich allerdings auf den Boden gesetzt, von den anderen Spielerinnen abgewendet. 

"Ich weigere mich, eine Schweigeminute für einen Vergewaltiger, Pädophilen und Täter abzuhalten. Ihm können nicht alle Gräueltaten vergeben werden", erklärte die Fußballerin ihren Protest. 

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Morddrohungen

Damit sorgte die Spanierin weltweit für einen Aufschrei. Neben viel Zuspruch erhielt Dapena auch wüste Beschimpfungen und sogar Morddrohungen. Deshalb hat die 24-Jährige ihre Social-Media-Accounts mittlerweile auf privat gestellt. 

Einschüchtern lässt sie sich trotzdem nicht, bekräftigte im Radioprogramm "A Diario" noch einmal: "Ich bin nicht bereit, einem Täter von häuslicher Gewalt eine Schweigeminute zu gewähren, während es die für Opfer nicht gibt." 

Der am vergangenen Mittwoch nach einem Herzstillstand verstorbene argentinische Weltmeister von 1986 soll unter anderem eine Minderjährige geschwängert und 2014 seine damalige Freundin Rocia Oliva geschlagen haben. Dies war mit einem Video festgehalten worden. 

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