Die Krisensitzung startete um 8.30 Uhr im FPK-Klub im Klagenfurter Landhaus. Neo-Parteichef Christian Ragger verlangt von Noch-Landeshauptmann Gerhard Dörfler, Harald Dobernig sowie Hannes Anton den Verzicht auf ihre Landtagsmandate, diese weigerten sich bisher jedoch. Keiner der drei nahm an der Sitzung teil.
Details wurden nicht bekannt, nicht einmal die Dauer der Sitzung war vorerst absehbar, es werde aber "auf jeden Fall" noch am Abend eine Entscheidung fallen, hieß es. Am späten Montagabend war aber von einer Lösung nichts zu bemerken, bei den maßgeblichen Funktionären herrschte Funkstille. Angeblich führte Ragger am Abend wieder "Einzelgespräche".
Stadtrat: "kein Parteiausschluss"
Entgegen bisheriger Ankündigungen dürfte sich die Partei gegen einen Ausschluss entschlossen haben. Das deutete zumindest der Klagenfurter FPK Stadtrat Wolfgang Germ beim Verlassen der Vorstandssitzung an.
Germ: "Wir haben eine Entscheidung getroffen, es ist abgestimmt worden. Ausschließen tun wir keinen. Es ist unsere freiheitliche Partei, wir sind ein Team, es muss zusammengearbeitet werden und es muss vor allem wieder für das Land gearbeitet werden, das ist das wichtigste."
Von einer Parteispaltung bis zu Parteiausschlüssen schien im Vorfeld der Sitzung alles möglich. Dörfler hatte in den vergangenen Tagen mehrfach öffentlich betont, sein Mandat annehmen zu wollen. Dobernig wurde aus FPK-Kreisen attestiert, "vernünftige Gespräche" zu führen, Anton galt als untergetaucht. Auch die Bundes-FPÖ hatte sich in den vergangenen Tagen an der Debatte beteiligt. Parteichef Heinz-Christian Strache, der mittelfristig eine Zusammenlegung von FPÖ und FPK erreichen will, forderte von Dörfler und Dobernig den Mandatsverzicht.