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Marek: Rapid-Job dank Kühbauer und Fjörtoft

Vor gut drei Jahren hat Rapids legendäre Stimme Andy Marek das Mikrofon abgegeben. Nun erzählte der 60-Jährige, wie er zu seinem Job kam. 
Heute Redaktion
16.06.2023, 07:30
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Dabei war der Weg der legendären Rapid-Stimme ein ganz anderer. Marek war in der Modebranche tätig, führte den elterlichen Betrieb, als ihm im Juli 1992 eine Zeitungsannonce ins Auge stach. "Da gab es eine kleine Anzeige in einer großen Tageszeitung. ,Rapid sucht Stadionsprecher´. Ich war sehr interessiert am Sportgeschehen. Ich war natürlich Rapidler, deshalb habe ich mich beworben", erzählte Marek in der ORF-Sendung "Stöckl". 

"Ich habe dann die Telefonnummer angerufen. Da meldete sich ein Herr namens Franz Binder, der Sohn des großen Franz Bimbo Binder", erinnerte sich die Rapid-Ikone weiter. "Wenn Sie Stadionsprecher werden wollen, müssen Sie jetzt herkommen", heiß es am Telefon. 

27 Jahre, 599 Spiele

"Jetzt, wirklich jetzt?", fragte Marek nach. "Ja, kommen Sie nach Hütteldorf", bekam er als Antwort zu hören. Das ließ sich der heute 60-Jährige nicht zweimal sagen. "Ich habe mich ins Auto gesetzt, bin nach Wien gefahren. Und dann wurde es richtig skurril", erzählte Marek weiter. Denn als der damalige Geschäftsführer mehrerer Modegeschäfte im Westen Weins ankam, wurde er sofort ins kalte Wasser gestoßen. "Dann meinte einer: ,Sie gehen jetzt da rauf auf die Bühne und reden´", so Marek. Auf die Frage, wie lange der spontane Auftritt dauern sollte, bekam er "20 Minuten" als Antwort. 

"Ich hatte genau 50 Meter, um mir einen Plan zu überlegen. Ich wusste, dass Rapid mit Gustl Starek einen erfahrenen Trainer hatte, mit Jan Aage Fjörtoft einen Spieler, der ein Medienprofi war und dass sie einen jungen, ,goscherten´ Didi Kühbauer hatten. Die musste ich auf die Bühne holen", schilderte Marek. 

Mit Erfolg. Der Waldviertler überzeugte beim Spontan-Auftritt, wurde zur legendären Rapid-Stimme. "Irgendwie habe ich es mit dem Satz: ,Meine Damen und Herren, ich komme aus dem Waldviertel und will Stadionsprecher werden´ geschafft, dass es 27 Jahre und 599 Spiele werden. Das hat keiner geglaubt", so Marek, der zuletzt am 16. Februar 2020 das Mikro in der Hand hielt. Sein Sohn Lukas ist seither die neue Rapid-Stimme. 

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