IS-Braut (22) bittet um Heimkehr nach Österreich

IS-Sympathisantin Maria G. will nach Österreich zurück
IS-Sympathisantin Maria G. will nach Österreich zurückBild: Polizei
Die Salzburger IS-Sympathisantin Maria G., die in Syrien mit ihren Kindern festsitzt, will laut dem Nachrichtenmagazin "profil" wieder nach Österreich zurück.
Die aus Salzburg stammende IS-Sympathisantin Maria G. bittet in einem aktuellen "profil"-Interview, das im Vertriebenenlager Al-Hol im Nordosten Syriens geführt wurde, um die Heimkehr nach Österreich.

"Meine Kinder und ich müssen so schnell wie möglich hier raus", erklärt die junge Frau, die mit ihren beiden Kindern derzeit in der Krisenregion festsitzt.

Heimlich nach Syrien gereist



CommentCreated with Sketch.98 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Die heute 22-Jährige war vor fünf Jahren heimlich nach Syrien gereist, um sich der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) anzuschließen. Ein Schritt, den sie heute bereut.

"Es tut mir unendlich leid", sagt sie heute über diese Entscheidung. In Syrien heiratete sie ein IS-Mitglied und bekam von ihm zwei Söhne, die heute drei und eineinhalb Jahre alt sind.

Die Familie lebt in einem abgegrenzten Teil des überfüllten Camps, das sie nicht verlassen darf. Die hygienischen Einrichtungen sind katastrophal, Lebensmittel knapp, Lagerinsassen berichten von Messerstechereien, heißt es in dem Bericht.

Kinder werden im Lager radikalisiert

Viele im Lager einsitzende Frauen würden laut Maria G. noch immer die Ideologie der Terrormiliz IS vertreten und ihre Kinder radikalisieren.

"Viele werden von ihren Müttern, die im Kopf den 'Islamischen Staat' noch nicht aufgegeben haben, richtiggehend darauf gedrillt, Terroristen zu werden", schreibt das Nachrichtenmagazin.

Ein Sprecher des Außenministeriums erklärte gegenüber dem "profil", man bemühe sich um eine "humanitäre und medizinische Versorgung der Kinder".

Kanzlerin soll helfen

Die Eltern von Maria G. versuchen bereits seit mehreren Monaten, zumindest ihre beiden Enkelkinder nach Österreich zu holen.

Zuletzt hofften sie auch, dass die Übergangsregierung unter Kanzlerin Brigitte Bierlein ihre Tochter und deren zwei Söhne wieder nach Österreich holt - "Heute.at" berichtete. (wil)

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