Maria Lassnig bekam ihren Venedig-Löwen frei Haus

Den Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk hat Maria Lassnig am Donnerstag in ihre Wiener Wohnung geliefert bekommen. Die Reise zur Kunstbiennale Venedig, wo ihr der renommierte Preis am vergangenen Samstag offiziell verliehen wurde, war der 93-jährigen Künstlerin aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich. Deshalb verpflichteten sich Joanneums-Chef Peter Pakesch sowie Kulturministerin Claudia Schmied (S) als Postboten und brachten ihr die goldene Statue nach Hause.

Den Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk hat Maria Lassnig am Donnerstag in ihre Wiener Wohnung geliefert bekommen. Die Reise zur war der 93-jährigen Künstlerin aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich. Deshalb verpflichteten sich Joanneums-Chef Peter Pakesch sowie Kulturministerin Claudia Schmied (S) als Postboten und brachten ihr die goldene Statue nach Hause.

Die Jury der 55. Kunstbiennale Venedig hatte ihr Lebenswerk als "einmaliges Beispiel für Unabhängigkeit und Durchsetzungskraft" gewürdigt.

"Maria Lassnig ist eine der außergewöhnlichsten Künstlerinnen Österreichs", gratulierte Schmied "ganz herzlich" in einer Aussendung. "Die kraftvollen, ausdrucksstarken Darstellungen weiblicher Körper haben Maria Lassnig eine Alleinstellungsrolle in der modernen Malerei gesichert. Sie ist eine Wegbereiterin und ein Vorbild für viele junge Künstlerinnen."

Mit ihrem Schaffen präge Lassnig die Kunst seit mehr als sieben Jahrzehnten, betonte Pakesch, der den Preis an Lassnigs Stelle in Venedig entgegengenommen hatte. "In all der Zeit musste sie viele Entbehrungen in Kauf nehmen, sich erklären und immer wieder aufs neue Akzeptanz verschaffen. Der Goldene Löwe ist in dieser Hinsicht nicht nur eine große Auszeichnung für eine große Künstlerin, sondern steht vielleicht auch als Symbol für ihren beispielhaften und letztendlich erfolgreichen Kampf um einen Platz im Olymp der Kunst."

APA/red.

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