Maria-Theresia-Jubiläum 2017: Prachtband restauriert

Bild: keine Quellenangabe

Die erste Crowdfunding-Aktion der Österreichischen Nationalbibliothek wurde erfolgreich abgeschlossen. Ziel: Den Prachtband zu Maria Theresia aus dem Jahr 1740 zu restaurieren, um ihn zum Jubiläum 2017 öffentlich ausstellen zu können.

Zum 300. Geburtstag von Maria Theresia kann der Prachtband aus dem Jahr 1740 erstmals öffentlich präsentiert werden. Denn: Mit einer Crowdfunding-Aktion konnte die Österreichische Nationalbibliothek in nur 24 Tagen den für die Renovierung des Buches notwendigen Betrag von 26.315 Euro erreichen. 166 Spender und Spenderinnen sorgten damit dafür, dass der Prachtband 2017 präsentiert werden kann.

Da das wertvolle Objekt über 200 Jahre – aus heutiger Sicht – unsachgemäß gelagert wurde, war es schwer beschädigt und für eine Präsentation im Prunksaal bislang ungeeignet: Die Seiden- und Goldfäden des Textileinbandes sind gerissen, der Buchrücken ist gebrochen, die Bindung ist defekt. Für die aufwendige Restaurierung und Digitalisierung dieses Werks benötigte die Österreichische Nationalbibliothek 15.500 Euro und setzte dafür erstmals auf die Finanzierungsform "Crowdfunding". Von 20. Oktober bis 22. November 2016 konnten auf der Plattform alle an Kunst, Kultur und Geschichte Interessierten für diesen Zweck spenden.

Schon am 13. November und damit mehr als eine Woche vor Aktionsende war das Finanzierungsziel erreicht. Bis Aktionsende gingen insgesamt 18.550 Euro ein. Parallel dazu erfolgten auch Spenden über Erlagscheine und Direktüberweisungen in Höhe von 7.765 Euro. Dank dieser großen Unterstützung wird das Werk in den nächsten Wochen restauriert und anschließend digitalisiert.

Maria-Theresia-Prachtband auch online

Der Prachtband kann somit 2017 im Original in der großen besichtigt und gleichzeitig online kostenlos genutzt werden. Die zusätzlichen Mittel fließen in die Restaurierung einer wertvollen, fast 1,5 Quadratmeter großen Druckgrafik von Johann Gottfried Haid aus dem Jahr 1760, die Maria Theresia mit ihrem Gemahl Franz Stephan und zwölf Kindern zeigt.

 

"Die Österreichische Nationalbibliothek hat erstmals auf Crowdfunding gesetzt, um einer neuen, jungen Zielgruppe die Möglichkeit zu bieten, schon ab zehn Euro zur Bewahrung unseres kulturellen Erbes beizutragen. Ich freue mich über diesen großen Erfolg und bedanke mich sehr herzlich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern für ihr Vertrauen", sagt Generaldirektorin Johanna Rachinger.

  

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