Marihuana-Konsum führt zu mehr Fehlgeburten

Die getrockneten Blüten der Hanfpflanze erfreuen sich großer Beliebtheit.
Die getrockneten Blüten der Hanfpflanze erfreuen sich großer Beliebtheit.(Bild: Reuters)
Über 13 Jahre hinweg wurden Paare an einer Kinderwunschklinik untersucht. Das Ergebnis: Rauchende Frauen hatten doppelt so viele Fehlgeburten.

Im Zeitraum von 2004 bis 2017 forschten die Wissenschaftler in Boston (USA) nach einem Zusammenhang zwischen Marihuana-Konsum und der Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen künstlichen Befruchtung. Dazu wurden 421 Frauen und in 200 Fällen auch deren Partner untersucht.

Zu Beginn der Studie mussten sie angeben, ob sie rauchen, mal geraucht haben oder überhaupt noch nie Marihuana zu sich genommen haben. Das Ergebnis ist von Geschlecht zu Geschlecht sehr unterschiedlich: Von den 317 Frauen, die einen positiven Schwangerschaftstest vorweisen konnten, gab es neun, die zudem Marihuana rauchten. Diese hatten dabei eine mehr als doppel so hohe Wahrscheinlichkeit für eine Fehlgeburt.

Ein gegensätzliches Bild zeigte sich überraschenderweise bei den Partnern. Hier wirkte sich der Marihuana-Konsum sogar positiv auf die Wahrscheinlichkeit für eine Lebendgeburt aus. In Beziehungen, in denen der Mann Konsument ist, lag diese bei 48 Prozent, in Beziehungen mit nicht rauchenden Männern hingegen nur bei 29 Prozent. Warum dies der Fall ist, wurde noch nicht geklärt.

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