Formel 1

Marko: "Perez darf Weltmeister werden, wenn..."

Erstmals in der Saison reist Red Bull als Favorit zu einem Rennen. Vor dem Großen Preis von Baku wird nun über ein Team-internes Duell spekuliert. 
Heute Redaktion
09.06.2022, 19:43

Mit seinem Sieg im Grand Prix von Monaco hat sich Sergio Perez plötzlich zurück ins Spiel um den Weltmeistertitel in der Formel 1 gebracht. Der Mexikaner hat als WM-Dritter nur noch 15 Punkte Rückstand auf seinen Teamkollegen Max Verstappen. Dazwischen liegt noch Ferrari-Star Charles Leclerc mit neun Punkten Rückstand auf den amtierenden Weltmeister. 

Nun stellt sich im Fahrerlager tatsächlich die Frage: Darf der Mexikaner, der eigentlich die klare Nummer zwei im Team ist, ernsthaft um den WM-Titel mitkämpfen, oder müsste "Checo" seinem Teamkollegen im Falle des Falles sogar den Vortritt lassen, wie es zuletzt bereits beim Großen Preis von Spanien der Fall war. Dass sich Perez danach über seine Nummer-zwei-Rolle am Boxenfunk beschwerte, sorgte öffentlich für Aufmerksamkeit. 

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"Perez darf Weltmeister werden"

"Perez hat sich gesteigert. Seit der technischen Umstellung kommt er mit dem Auto wesentlich besser zurecht", gab es auch von Red-Bull-Berater Helmut Marko bei "RTL" ein seltenes Lob für den Monaco-Sieger. "Max Verstappen ist zwar immernoch der Schnellere, aber er ist in Monaco mit einer Kurve nicht zurecht gekommen, deshalb war Perez vor ihm", führte Marko weiter aus. 

Bleibt also die Frage: Sollte sich Perez auf Dauer als der Schnellere herauskristallisieren, darf er dann um den Titel mitkämpfen? "Klar darf er Weltmeister werden. Aber dann muss er den Speed haben und Max klar auf der Strecke schlagen. Wir haben generell keine Teamorder. Max ist einfach der Konstantere. Schauen wir, wie sich das entwickelt", meinte der Red-Bull-Berater. 

Marko erklärt Spanien-Stallorder

Noch sei jedenfalls Verstappen im Vorteil: "Er hat vier Siege zu einem Sieg für Perez", ergänzte der 79-Jährige. Auch wenn Weltmeister Verstappen noch mit dem Auto kämpfe: "Das Handling ist noch nicht zu 100 Prozent nach seinem Geschmack." Trotzdem führt der 24-Jährige die Weltmeisterschaft an. 

Die Stallorder in Spanien verteidigte Marko derweil, schließlich sei die durch einen erzwungenen frühen Boxenstopp bei Verstappen zustande gekommen. Beide Piloten seien auf unterschiedlichen Reifenstrategien unterwegs gewesen. So musste Perez seinen Teamkollegen vorbeilassen. Verstappen gewann das Rennen schließlich. Ob Perez künftig ähnlich bereitwillig Platz macht, wird sich zeigen.