Bereits vor 16 Jahren soll ein Tschetschene (43) eine Marktfrau in der westsibirischen Stadt Raduzhny gemeinsam mit zwei Komplizen ausgeraubt und ermordet haben. Am 8. Juli muss sich der Mann in Wels vor Gericht verantworten.
Die beiden Komplizen wurden in Russland bereits verurteilt. Einer sitzt noch immer in Haft. Der dritte Verdächtige (43) aus Tschetschenien setzte sich damals nach Österreich ab und wurde von Russland per internationalem Haftbefehl gesucht. Im Zuge des Auslieferungsverfahrens entschied nun das Oberlandesgericht in Linz, dass dem Tschetschenen in Russland kein fairer Prozess gewährleistet werden könne.
Deshalb steht der Beschuldigte am 8. Juli in Wels vor Gericht. Der konkrete Vorwurf: Zusammen mit zwei Komplizen soll der 43-Jährige eine Marktfrau, die Geld für die Hochzeit ihrer Tochter gespart hatte, ausgeraubt haben. Laut Anklage schlugen sie ihr Opfer mit einer Sektfasche nieder und ermordeten sie mit mehreren Messerstichen.
Die beiden bereits Verurteilten belasten den Tschetschenen schwer. Dieser bestreitet jedoch jegliche Vorwürfe. Er leugnet sogar seine Identität. Weil der 43-Jährige bereits sehr lange in Auslieferungs- und Untersuchungshaft war, musste er schließlich freigelassen werden und wartet nun auf freiem Fuß auf seinen Prozess. Ob es am 8. Juli auch ein Urteil geben wird, ist noch unklar.
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