Markus Lanz verlor gegen Dr. Steelhammer

Im Wettstreit mit Wladimir Klitschkos Boxkampf auf RTL unterlag die ZDF-Show mit Moderator Markus Lanz am Samstagabend deutlich. Die früher beliebte Samstagabendshow verzeichnete die bisher schlechteste Einschaltquote.

Im Wettstreit mit mit Moderator Markus Lanz am Samstagabend deutlich. Die früher beliebte Samstagabendshow verzeichnete die bisher schlechteste Einschaltquote.

Negativrekord bei "Wetten, dass..?"

Der Gegner war zu stark und das neue Konzept zeigte wenig Wirkung: Ein weiterer Quotentiefpunkt blieben Markus Lanz und seiner Samstagabendshow "Wetten, dass ...?" nicht erspart. Die ZDF-Show war chancenlos gegen den Klitschko Boxkampf auf RTL. Nur 6,85 Millionen Zuschauer verfolgten die neue Ausgabe von "Wetten, dass..?". Das ist der geringste Wert, den das ZDF-Zugpferd jemals mit einer regulären Ausgabe erreicht hat.

Die hatte im Juni zwar mit 6,74 Millionen Zuseher noch weniger Publikum, konnte aber einen Marktanteil von 28,4 Prozent verbuchen, weil in der Urlaubszeit insgesamt weniger Zuschauer vor dem Fernseher saßen. Die aktuelle "Wetten, dass..?"-Show hatte wegen der stärkeren Konkurrenz nur einen Marktanteil von 22,1 Prozent, ein katastrophales Ergebnis für einen als Neustart angekündigten Staffelbeginn. Der bisherige Quotentiefpunkt lag bei 7,41 Millionen im April 2011. Noch im vergangenen März konnte Lanz die Quote relativ stabil um die neun Millionen halten.

Lanz verliert gegen Dr. Steelhammer

Der alte und neue Schwergewichts-Weltmeister Wladimir Klitschko hat RTL erneut eine Traumquote beschert. Bis zu 12,30 Millionen TV-Zuschauer verfolgten am Samstagabend die Live-Übertragung des souveränen Punktsieges des Ukrainers gegen den Russen Alexander Povetkin. Im Durchschnitt saßen 11,02 Millionen vor den Bildschirmen, der Marktanteil betrug 35,4 Prozent. Da nützte auch der gleichzeitige Auftritt des Filmboxers Sylvester Stallone bei Markus Lanz nichts mehr: Als bei RTL das Kampfergebnis verkündet wurde, waren rund zwölf Millionen Zuschauer bei RTL, während nur noch rund fünf Millionen "Wetten, dass..?" verfolgten.

Trotz solcher Katastrophenwerte dürfte die Personalie Lanz beim ZDF zunächst nicht zur Disposition stehen. Noch am Samstag hatte der Unterhaltungschef des Senders, Oliver Fuchs, im Interview mit der Tageszeitung "Die Welt" gesagt, . Zur Quote meinte Fuchs: "Wenn es einzelne Ausrutscher gibt, wäre das nicht so schlimm."

Markus Lanz setzt auf Selbstkritik

Zur Auftakt-Ausgabe hat der Moderator mit einer "persönlichen Bemerkung" versucht, die Sympathien des Publikums zurückzugewinnen. Doch die Erklärung wirkte recht krude. Zur Begrüßung sprach Lanz dem Publikum und wohl auch sich selbst Mut zu: "Ich muss sagen: Dafür dass es dieser Sendung angeblich so schlecht geht, sind Sie sehr gut drauf." Anschließend richtete Lanz noch eine ausführliche "persönliche Bemerkung" an die Zuschauer. "Es gibt etwas im deutschen Fernsehen, das einmalig ist", sagte Lanz. "Und das ist diese Liebesbeziehung - so muss man das, glaube ich, nennen - zwischen Ihnen, dem Publikum zu Hause, und dieser Sendung: 'Wetten, dass..?'."

Doch die Erklärung, die sich Lanz und sein Team für die Unstimmigkeiten in dieser "Beziehung" zurechtgelegt haben, fiel dann doch recht krude aus. "Wie das so ist in so einer 30-jährigen Ehe: Da kracht es dann auch schon mal ein bisschen," sagte Lanz weiter. "Da kommt mal so ein Partner ein wenig aus der Spur", fügte der Moderator hinzu. "Oder - so wie wir - noch mal verspätet in so eine zweite Pubertät. Wir haben das alles verstanden und raufen uns deshalb wieder zusammen und verfahren also getreu dem Motto einer jeden guten und funktionierenden Ehe: 'Schatz, ich hab' nie an Scheidung gedacht, aber dafür öfter mal an Mord.' In diesem Sinne auf eine neue schöne Saison."

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