Martin Ho: Darüber spricht er mit Kanzler Kurz wirklich

Promi-Wirt Martin Ho und Bundeskanzler Sebastian Kurz sind gute Freunde.
Promi-Wirt Martin Ho und Bundeskanzler Sebastian Kurz sind gute Freunde.picturedesk.com
Die Männerfreundschaft zwischen Kanzler Sebastian Kurz und Szene-Gastronom Martin Ho generierte wiederholt Schlagzeilen. Nun gab Ho im ORF Einblicke.

Um den Chef der Dots-Group ranken sich zahlreiche Mythen – enger Kanzler-Freund, Lockdown-(H)Orakel, bestinformierter Wirt des Landes. Im Interview mit ORF-Staranchor Patrick Budgen schenkte er Samstagabend Kritikern ein und enthüllte erstmals öffentlich, worüber er und Kanzler Sebastian Kurz in regelmäßigen Telefonaten wirklich reden: "Wir telefonieren hie und da miteinander, erkundigen uns, ob es allen gut geht. Wir sprechen darüber, wie es unseren Frauen geht, über Sport und Kunst – wir reden nicht über Politik", so Ho in "Bei Budgen" in "Wien heute". Nachsatz: "Sie können mir das glauben."

"Ich würde ihn als Freund bezeichnen"

Den Bundeskanzler kenne er "seit knapp zehn Jahren", man habe sich – auch, was Berichte in Medien angeht – ein dickes Fell angeeignet. "Ich war damals ein 24-jähriger Gastronom. Der Sebastian war ein junger, aufstrebender und engagierter Politiker, im Laufe der Zeit lernt man sich besser kennen." Auch, wenn beide ihre eigenen Wege gehen würden, sagt Ho: "Ich würde ihn als Freund bezeichnen. Wir werden auch Freunde sein, wenn er nicht mehr Bundeskanzler ist." Freundschaft sei für den umtriebigen Ho (er betreibt die Dots-Lokale, Pratersauna und VIEiPEE, ein Boutique Hotel sowie eine Kunstgalerie) ein wichtiger Begriff. Dazu gehören für ihn: "Loyalität, Ehre, Stolz, bedingungsloser Zusammenhalt".

Ho: "Kein Insiderwissen"

Insiderwissen erhalte er trotz seiner Freundschaft zum Kanzler keines: "Ich weiss nicht mehr als das, was in der Pressekonferenz gesagt wird." Wie er dann seine Online-Reservierung: "Ich bin ein Unternehmer und schaue mir die Situation in unseren Nachbarländern an", gibt er treuherzig an. Nachsatz: "Wir wussten nie etwas vorher."

"Angst ist nie ein guter Berater"

Ob es eine Öffnung der Schanigärten am 27. März geben wird, vermag auch Martin Ho nicht zu prognostizieren: "Wir bereiten uns tagtäglich darauf vor, dass wir aufsperren dürfen. Alles hängt von den Infektionszahlen und der weltweiten Entwicklung ab." Angesprochen auf die herausfordernde Situation der Gastronomen und ob er Zukunftssorgen habe, sagte Ho zu Budgen: "Angst ist an sich nie ein guter Berater, wir hatten auch nicht wirklich viel Zeit, uns zu fürchten." Das Rezept des Szene-Gastronomen: "den Blick nach vorne richten". 

Abschiebung "menschliche Katastrophe"

Zur Abschiebung gut integrierter Kinder sagte der selbst mit seiner Familie zugewanderte Martin Ho (er heißt eigentlich Ahn Tuan): "Es zerbricht mir das Herz, wenn ich mir solche Dinge ansehen muss. Es gibt aber auch ganz klare OGH-Urteile, Gesetze sind dazu da, eingehalten zu werden." Er versuche, beide Seiten zu sehen, ist persönlich aber der Ansicht: "Menschlich gesehen, ist es eine Katastrophe." Kanzler Kurz "sage ich gerne auch unangenehme Sachen". Man rede "offen und ehrlich" miteinander, dafür seien Freunde schließlich da...

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Sebstian KurzORF

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