Erfreulich: Durch das kräftige Wirtschaftswachstum (Prognose: 3,2% für 2018) und die starke Arbeitskräftenachfrage stieg die Beschäftigung im März weiter an und die Arbeitslosigkeit ging deutlich zurück. Die Arbeitslosigkeit ist nun unter die Marke von 400.000 gefallen.
Im Vormonat waren 321.903 arbeitslos gemeldet (ein Minus von 9,1 Prozent). Bei Männern betrug der Rückgang der Jobsuchenden 7,2 Prozent, bei Frauen 7,9 Prozent.
Besonders Österreicher profitieren von Arbeitsmarktlage
Bei Inländern ging die Arbeitslosigkeit (ohne Schulungen) um 10,5 Prozent auf 224.093 zurück, bei Ausländern um 5,7 Prozent auf 97.810.
Auch Junge und ältere Arbeitnehmer profitieren
Bei den Jungen (unter 25) wurde ein kräftiger Rückgang verzeichnet (minus 17,2 Prozent). Dieser positive Trend zeigt sich auch am Rückgang der Lehrstellensuchenden (-4,0%) sowie am weiteren Zuwachs an gemeldeten Lehrstellen (+18,6%). Damit ist auch die Jugendarbeitslosenquote (Vergleich nach EUROSTAT Stand Februar 2018) weiter gesunken und liegt aktuell bei 9,8 Prozent. Bei den über 50-Jährigen war die Zahl im März um 5,4 Prozent rückläufig.
Im Jahr 2011 ging die Zahl der Arbeitslosen auf 193.800 zurück und stieg im Jahr 2012 wieder auf 208.900 an. Im Jahr 2013 wuchs die Zahl auf 231.300 Arbeitslose an und lag damit über dem Wert von 2009.
In den Jahren 2014 bis 2016 stieg die Zahl der Arbeitslosen ebenfalls weiter an und erreichte 2016 mit 270.000 Arbeitslosen einen neuen Höchstwert. Im Jahre 2017 reduzierte sich die Arbeitslosenzahl um 22.100 auf 247.900, davon 141.600 Männer und 106.300 Frauen. Den gesamten Zeitraum betrachtet, zeigte sich bei Frauen und Männern ein ähnlicher Verlauf.
Mit 101.579 Betroffenen war fast jeder dritte Arbeitslose (ohne Schulung) über 50 Jahre alt. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich leicht um 2,7 Prozent auf 3,712 Mio. Personen.
In AMS Schulung waren Ende März 76.600 Personen, damit also relativ stabil (-86 gegenüber Ende März 2017). Die Zahl der Asylberechtigten und subsidiär Schutzberechtigten auf Jobsuchen oder in Schulung stieg gegenüber März 2017 um 3.332 oder 11,5% auf 32.401 weiter an.
Rückgang der Arbeitslosigkeit in allen Bundesländern
Wie auch im Vormonat ist die Zahl der Arbeitslosen in allen Bundesländern rückläufig, am relativ stärksten jedoch Ende März in Tirol (-25,4%), hier wesentlich unterstützt durch den Ostertermin Ende März und die gute touristische Auslastung.
Auch in der Steiermark (-11,2%), Oberösterreich (-11,1%) und Salzburg (-10,5%) konnte ein beachtlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit verzeichnet werden. In den von der konjunkturellen Entwicklung direkt betroffenen Branchen und im Tourismus wegen des Ostertermins nimmt die Arbeitslosigkeit überdurchschnittlich ab. Im Tourismus sind Ende März um 16,8 Prozent weniger Personen arbeitslos vorgemerkt, in der Warenproduktion um -13,1 Prozent und in der Arbeitskräfteüberlassung um -7,9 Prozent. Aber auch die AMS-Vorgemerktenzahlen aus der Branche Handel (-10,5%) entwickelten sich sehr positiv.
„Anhand des Rückgangs der Arbeitslosenquote sieht man, dass wir uns auf einem guten Weg befinden. Damit wir auch langfristig diesen positiven Trend beibehalten können, ist die Ausbildung der Langzeitarbeitslosen wichtig, damit diese auch nachhaltig in ein Beschäftigungsverhältnis vermittelt werden können", so Bundesministerin Beate Hartinger-Klein. (red)