Szene

maschek: Neue Puppen gegen Besucherschwund

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:53

"Ohne Größenwahn geht im Theater nix", meinte Rabenhof-Direktor Thomas Gratzer Donnerstagvormittag bei der Jahrespressekonferenz und freute sich, dass sein "zeitgemäßes Volkstheater" nach zehn Jahren "fixer Bestandteil der heimischen Kulturlandschaft ist". Zu verdanken habe man diesen Status natürlich dem "guten, fetten, dichten Publikumsfundament", das dem Haus im Zehnjahresschnitt eine Auslastung von 85,33 Prozent beschert hat.

"Ohne Größenwahn geht im Theater nix", meinte Rabenhof-Direktor Thomas Gratzer Donnerstagvormittag bei der Jahrespressekonferenz und freute sich, dass sein "zeitgemäßes Volkstheater" nach zehn Jahren "fixer Bestandteil der heimischen Kulturlandschaft ist". Zu verdanken habe man diesen Status natürlich dem "guten, fetten, dichten Publikumsfundament", das dem Haus im Zehnjahresschnitt eine Auslastung von 85,33 Prozent beschert hat.

Zuletzt gab es jedoch einen deutlichen Besucherrückgang zu verzeichnen. Das soll sich in der kommenden Saison unter anderem mit einer Neuauflage der maschek-Puppenshow nach der Nationalratswahl, einer Programm-Premiere von Andreas Vitasek oder der Dramatisierung von Thomas Glavinics Roman "Das bin doch ich" wieder ändern.

Ob es nun "Bei Faymann", "Bei Strache" oder "Bei Stronach" heißen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt freilich noch nicht absehbar, dass das "Wahlergebnis ein Desaster" wird, steht für Regisseur Gratzer jedoch schon fest. Also gleich ein doppeltes "Bei", allerdings als Abgesang: "Bye-bye, Österreich!" wird das Puppenspiel, das am 21. November und somit gut zwei Monate nach der Nationalratswahl (29. September) aus der Taufe gehoben wird, auf jeden Fall heißen. Ob die neu angefertigten Puppen der Spitzenkandidaten bis dahin halten werden, wird sich zeigen. Jedenfalls gaben Faymann, Spindelegger und Co im Rahmen der Pressekonferenz gleich mal einen Einblick in ihre Fähigkeiten, miteinander zu verhandeln.

Hitler, Swarowski, Pröll mit Gastauftritten

Entstanden sind die Puppen auch heuer wieder nach dem Design von Gerhard Haderer (Puppenbau: Brigitte Schneider). Maschek hat sich bereits den Sprachduktus von Frank Stronach, Eva Glawischnig (Die Grünen) oder Heinz Christian Strache (FPÖ) angeeignet. Nicht vom Wahlergebnis abhängig sein werden Gastauftritte von Fiona Swarowski, Adolf Hitler oder Erwin Pröll sein. Doch auch fernab der Wahl und den darauf folgenden Zusammentreffen der Spitzenkandidaten im Rabenhof wird im Herbst einiges geboten.

XXL-Science Busters in der Stadthalle

Der Erfolg des Hauses fußt laut Gratzer auf der richtigen Mischung, die man sich erarbeitet habe. Die Ingredienzen lauten dabei "diskursfähiges Entertainment", das "Stellen der richtigen Fragen" und die Gabe, "dabei leicht und geländegängig zu sein". Zudem sei man stolz, aus "Anfängern Stars gemacht zu haben" und Produktionen wie "Wir Staatskünstler" ans Burgtheater oder "Science Busters" in die Wiener Stadthalle gebracht zu haben (die XXL-Ausgabe findet dort im Dezember statt). "Und unsere Mitarbeiter hinter den Kulissen, die bei uns angefangen haben, arbeiten mittlerweile von New York bis zu den Salzburger Festspielen", zeigte sich Gratzer erfreut.

Heimische Kabarett-Granden

Dem in den vergangenen zehn Jahren entwickelten Stil bleibt man auch 2013/14 treu: Neben Dauerbrennern wie dem Protestsongcontest, dem Literatursalon, den Science Busters oder dem Bühnenprogramm von Stermann und Grissemann bietet die Saison auch Premieren wie Ernst Moldens "Horror-Singspiel" mit dem Titel "Hafen Wien", das am 25. September den Saison-Auftakt bildet und Gerald Votava, Heribert Sasse und Eva Maria Marold auf den "Friedhof der Namenlosen" schickt. Am 8. Oktober feiert Andreas Vitasek mit seinem neuen Programm "Sekundenschlaf" Premiere, am 21. November folgt "Bye-Bye, Österreich!".

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