Masern – 20 Personen unter Quarantäne gestellt

Ein Kleinkind im Alter von weniger als zwölf Monaten hat sich mit Masern angesteckt. 20 Personen, die mit dem Patienten Kontakt hatten, müssen isoliert werden.
Ein Kleinkind aus dem Bezirk Dornbirn hat sich mit Masern infiziert. Wie Sanitätsdirektor Wolfgang Grabher laut einem orf.at-Bericht erklärt, mussten rund 130 Kontaktpersonen untersucht werden. 20 von ihnen sind nicht geimpft und müssen deshalb in Quarantäne bleiben.

Erkrankung zunächst unklar

Das betroffene Kind ist jünger als ein Jahr und konnte daher noch gar nicht geimpft werden. Wo es sich angesteckt hat, ist noch unklar.

Die Eltern hätten dem Bericht zufolge mehrere Ärzte und Spitäler besucht, bevor klar war, woran der Säugling leidet. Er hatte keinen typischen Masernausschlag, der auf die besonders bei Kleinkindern gefährliche Krankheit hinweist, heißt es weiter. Erst ein Bluttest konnte die Erkrankung schließlich nachweisen.

20 Personen könnten sich anstecken

Rund 130 Personen, die mit dem jungen Masern-Patienten in Kontakt standen, wurden nach der Bestätigung der Infektion ermittelt und umfassend untersucht. 20 Personen sind nicht vor der Krankheit geschützt und müssen deshalb bis Mitte der ersten Juni-Woche in Quarantäne bleiben.

Masern:
Erreger: Masernvirus (MeV)
Ansteckung: Tröpfcheninfektion
Inkubationszeit: 8 bis 10 Tage
Symptome: Roter, fleckiger Hautausschlag
Diagnose: Klinisches Bild, Antikörpernachweis
Behandlung: hustenlösende & fiebersenkende Medikamente
Immunität: Nach vorhergehende Infektion lebenslang
Vorbeugung: Impfung

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Das Kind wurde behandelt und ist mittlerweile außer Gefahr. "Dem Kind geht es wieder gut, es ist mittlerweile aus der stationären Behandlung entlassen worden", so Grabher.

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Masern im Vormarsch

Bis zum 22. Mai wurden laut Angaben des Sozialministeriums bereits 118 Masern-Fälle gemeldet, betroffen waren dabei alle Bundesländer, ausgenommen ist lediglich das Burgenland. Zum Vergleich: Im ganzen Jahr 2018 wurden 77 Masern-Fallmeldungen registriert. (ek)

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