Wien

Masken-Rebellen in Dom faseln von "Weltherrschaft"

Bei der Sonntagsmesse kam es im Wiener Stephansdom zu einem lautstarken Zwischenfall. Jetzt spricht Dompfarrer Toni Faber.
18.05.2020, 17:51

Wie berichtet, betraten am Sonntag gegen 19.30 Uhr drei scheinbar zu spät gekommene Gläubige den Wiener Stephansdom zur Sonntagsmesse. Sie lauschten allerdings nicht andächtig (und vor allem leise) der Messe, sondern filmten sich beim Anzünden der Kerzen am Maria-Pocs-Altar und begannen herumzuschreien.

Weil sich das Trio nicht beruhigen wollte und auch keine Masken trug, wurde die Polizei alarmiert. Eine 49-jährige, amtsbekannte Frau und ihre 75-jährige Begleiterin wurden laut Landespolizeidirektion Wien aufgrund ihrer teils wirren Verhaltensweisen zur amtsärztlichen Untersuchung auf eine Polizeiinspektion gebracht.

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Das sagt der Dompfarrer

"Die drei Personen faselten davon, dass die Maskenpflicht ein Instrument zur Erlangung der Weltherrschaft sei", so Dompfarrer Toni Faber zu "Heute". Bei der Frau und dem Pärchen habe es sich um "Stammklientel" der Kirche gehandelt. Der Pfarrer ist aber auch sehr froh, dass die Maßnahmen zur Öffnung der Gotteshäuser am Wochenende sonst vorbildlich eingehalten wurden: "Alle andere Gottesdienste verliefen friedlich."

Die zwei Frauen und der beteiligte Mann wurden mehrfach, unter anderem wegen Störung der Religionsausübung und Zuwiderhandeln gegen gegen die Corona-Verordnungen angezeigt.