Alle verfügbaren Polizeistreifen mussten Sonntagfrüh ins Linzer Event-Kompetenzzentrum rasen: In dem Veranstaltungszentrum waren plötzlich 100 Türken und Kurden aneinandergeraten. Erwin Fuchs von der Polizei Linz schildert: Sie haben wie wild aufeinander eingedroschen!
In ihrem Bericht über die Massenschlägerei Sonntagfrüh im Stadtteil Neue Heimat gibt die Polizei indirekt zu, wieviele Beamte tatsächlich für die Sicherheit der Linzer im Einsatz sind. Bei der Auseinandersetzung waren 13 Streifen vor Ort - eben alle verfügbaren Kräfte, die in dieser Nacht im Dienst waren, sagt der Linzer Polizei-Vize Hofrat Erwin Fuchs. Konkret bedeutet das: Nicht mehr als 30 Polizisten waren nächtens für knapp 200.000 Linzer im Dienst
Wobei: Eigentlich hätte es zu dieser Rauferei, die mehrere Verletzte forderte, gar nicht kommen müssen. Beamte des Verfassungsschutzes der Sicherheitsdirektion überwachten eine Veranstaltung in unmittelbarer Nähe, wo allerdings alles friedlich verlief. Dass bei dem anderen Fest Türken und Kurden aneinandergeraten könnten, haben wir nicht gewusst. Andernfalls hätten wir diesen Streit im Keim ersticken können, sagt Sicherheitsdirektor Alois Lißl. Jedenfalls mussten die 26 Polizisten bei der Massenrauferei Pfefferspray einsetzen, um die Raufbolde zu trennen. Hätte das nichts genützt, hätten Beamte aus ganz Oberösterreich nach Linz beordert müssen. Für derartige Krisensituationen hat die Exekutive in OÖ keinen Notfall-Plan!
Robert Loy