Österreich

Massenkarambolage im Tunnel bei Wien geprobt

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:58

Zuerst gleich eine Entwarnung: Die Massenkarambolage inklusive Stromausfall im Tunnel Vösendorf war nur gespielt. 200 Einsatzkräfte eilten am Samstag zum "Unfallort" und probten, damit im Ernstfall schneller Leben gerettet werden können.

 
Zuerst gleich eine Entwarnung: Die Massenkarambolage inklusive Stromausfall im Tunnel Vösendorf war nur gespielt. 200 Einsatzkräfte eilten am Samstag zum "Unfallort" und probten, damit im Ernstfall schneller Leben gerettet werden können.
Ein Unfall mit einem Lkw und fünf verletzten Personen wurde auf der S1, der Außenring Schnellstraße, simuliert. Eines der "Unfallfahrzeuge" fängt sofort Feuer, acht weitere Autos können nicht mehr bremsen und krachen in den brennenden Pkw. Dadurch fällt auch noch der Strom aus.

900 Meter Tunnel, 200 "Helfer"

Mit diesem Horror-Szenario im 900 Meter langen Tunnel mussten 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettung, Autobahnpolizei und Asfinag fertig werden. Die Übung war ein Großprojekt, das perfekt koordiniert werden musste. Mit dabei waren die Feuerwehren Vösendorf, Hennersdorf, Biedermannsdorf, Brunn und Perchtoldsdorf, das Rote Kreuz Bruck und Mödling und die Autobahnpolizei Schwechat, Tribus und Alland sowie die Asfinag Autobahnmeisterei Inzersdorf, die Überwachungszentrale, die Tunnel-Betriebs-Leitung und die Einsatztruppe der Traffic Manager.

Es ging nicht nur darum, "Verletzte" zu retten, die Helfer mussten auch die Stromversorgung wieder zum Laufen zu bringen, um die Rauchentwicklung durch den Brand einzudämmen. Geübt wurde in Echtzeit.

Jedes vierte Jahr muss laut Gesetzt geübt werden

Alle vier Jahre wird der Ernstfall geprobt. Das ist gesetzlich vorgeschreiben. "Diese Übungen sind extrem wichtig. Von der reibungslosen Abwicklung des Einsatzes und der guten Kommunikation unter den Einsatzkräften hängen Menschleben ab", erkärte Dagmar Jäger, Tunnelmanagerin der Asfinag.

Bei der Übung am Samstag ging alles gut. Alle "schwerverletzten" Opfer konnten erfolgreich geborgen werden. Probleme hatten die Betroffenen höchstens beim Entfernen der Blut-Schminke.

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