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Massenpanik: Sprühten Diebe absichtlich Reizgas?

Heute Redaktion
13.09.2021, 18:45

In der Nähe der italienischen Stadt Ancona wurde am frühen Samstagmorgen Reizgas in einem Nachtclub versprüht. Bei der Massenflucht kamen sechs Menschen ums Leben.

Nach der tödlichen Massenpanik in einem italienischen Club gibt es immer mehr Hinweise auf die Ursachen. 100 Menschen sind verletzt, fünf Jugendliche und eine Mutter starben.

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Fieberhaft wird auch ermittelt, wer für das Versprühen von Pfefferspray in der Disko verantwortlich ist. Dies hatte die tödliche Massenpanik erst ausgelöst.

Obwohl noch nicht offiziell bestätigt, fällt der Verdacht auf die sogenannten "Peperoncinos". Es handelt sich um eine Diebesbande, die schon öfter nach dem selben Muster vorging.

Mitglieder sorgen mit dem Einsatz von Pfefferspray für Verwirrung und rauben den aufgeregten Menschen in Clubs und Diskotheken dann Smartphones, Halsketten oder Brieftaschen.

Mehrere italienische Medien mutmaßen mittlerweile, ob die "Peperoncinos" auch für den Vorfall in Ancona verantwortlich sind.

Täter identifiziert?

Am Sonntag berichteten mehrere italienische Medien, dass Zeugen einen Minderjährigen als "Sprayer" identifiziert hätten. Die Polizei soll ihn aber noch nicht einvernommen haben. Eine offizielle Bestätigung stand wohl deshalb bis Sonntagmittag noch aus.

Die Anzahl der Anwesenden im Club Lanterna Azzurra soll höher als zulässig gewesen sein. Dies ergaben gemäß der italienischen Nachrichtenagentur Ansa erste Abklärungen von Ermittlern. Auch der italienische Innenminister Matteo Salvini erklärte: "Ich glaube, die Kapazität des Lokals betrug weniger als 900 Personen".

In der Unglücksnacht sollen sich jedoch rund 1.000 Menschen im Lokal aufgehalten haben. Wie die Nachrichtenagentur Agi schreibt, seien für das Konzert von Rapper Sfera Ebbasta gar bis zu 1400 Tickets verkauft worden. (red)