Massenprotest für strengere Waffengesetze

Die Überlebenden des Schulmassakers von Florida haben eine riesige Demonstration in Washington organisiert. Präsident Trump ist nicht zuhause.

In der amerikanischen Hauptstadt Washington, D. C. und in weiteren Großstädten im ganzen Land sind am Samstag Hunderttausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen Waffengewalt im Land zu protestieren. Der Auslöser für den "Marsch für unsere Leben" (March For Our Lives) war das Schulmassaker von Florida im Februar.

Der 19-jährige Nikolas Cruz hatte in einer High School in Parkland, 14 Schüler und drei Erwachsene mit einer halbautomatischen Waffe getötet.

McCartney und Obama

Für den Mega-Protest erwartete die Polizei mindestens eine halbe Million Teilnehmer. Darunter befinden sich auch Stars wie Ex-Beatle Paul McCartney.

Doch nicht nur zwischen dem Weißen Haus und dem US-Kapitol versammelten sich junge Menschen, um ihrem Unmut über die laschen US-Waffengesetze Luft zu machen. Auch in New York und Philadelphia sowie Australien, Israel und sogar in China versammelten sich Menschen zu Solidaritätskundgebungen.

Die ehemalige First Lady Michelle Obama und ihr Mann, Ex-Präsident Barack Obama, bekundeten am Mittwoch ihre Unterstützung für die Überlebenden von Parkland. "In der Geschichte haben junge Menschen wie ihr den Pfad beschritten, um Amerika besser zu machen", heißt es in dem Brief. Der aktuelle US-Präsident Donald Trump weilt übrigens nicht in Washington. Er verbringt das Wochenende in seinem Luxusresort Mar-a-Lago.

Gesetz gegen Schnellfeueraufsätze

Am Freitag hatte die US-Regierung ein Gesetz zum Verbot von Schnellfeueraufsätzen vorgelegt. "Wir werden Vorrichtungen verbieten, die legale Waffen in illegale Maschinengewehre umwandeln", erklärte Präsident Trump. Justizminister Jeff Sessions sagte, die neue Regelung stufe die sogenannten Bump Stocks unter dem nationalen Verbot für Maschinengewehre ein.

Mit Hilfe dieser Vorrichtung kann eine halbautomatische Waffe zu einer vollautomatischen Waffen aufgerüstet werden. Der Attentäter, der am 1. Oktober in Las Vegas 58 Menschen tötete und 850 weitere verletzte, hatte diese Technik verwendet. Sie zielt darauf ab, binnen kurzer Zeit möglichst viele Menschen zu treffen.

Die nun vorgelegte Regelung sieht vor, dass Waffenbesitzer ihre mit Bump Stocks hochgerüsteten Schusswaffen vernichten oder abgeben müssen. Binnen einer Frist von 90 Tagen dürfen Einwände gegen das Gesetz vorgebracht werden, was noch zu Änderungen führen könnte. Nach Ablauf dieser Frist tritt das Gesetz in Kraft.

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(red)

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