Aufregung um ein "Geheimprojekt" in Altaussee: "Red-Bull"-Boss Mateschitz läßt ein Gasthaus abreissen und neu errichten. Hinter einem Vorhang…
Jahrelang war das alte Holzhaus auf der Seewiese von Altaussee – für den schmucken Ort ganz unüblich – verfallen, das Grundstück verwildert. In besseren Zeiten hat zum Lokal ein gut besuchter Gastgarten und Tanzboden gehört, bevor es dann in einen Dornröschenschlaf fiel.
Nun jedoch ist rege Bautätigkeit zu bemerken, allerdings nur akustisch: Der Umbau findet hinter einer riesigen Plane statt, auf dem jedoch die noch bestehende Optik zu sehen ist.
Spaziergänger am Seeufer wunderten sich schon länger über die seltsame Geheimniskrämerei, jetzt jedoch ist die Katze aus der Dose: Wie die "Kleine Zeitung" berichtet, steckt niemand Geringerer als "Red-Bull"-Boss Dietrich Mateschitz hinter dem ominösen Bauprojekt.
Keine Geheimniskrämerei
Demnach soll die verfallene Immobile bis zum Herbst neu aufgebaut– und gemöbelt werden. Wieder mit einem Gastgarten samt Außenschank und Tanzboden.
Warum aber ist die Baustelle hinter eben jener – rund 100 Quadratmeter großen – Plane versteckt? Hat Verhüllungskünstler Christo Hand angelegt?
"Heute" fragte beim Bürgermeister von Altaussee nach.
Es gäbe keine Geheimniskrämerei rund um das Projekt, der Vorhang diene lediglich zum Schutz der Passanten vor "herabfallenden Teilen". Wie das gehen soll (siehe Foto) entzieht sich zwar jeder ballistischen Logik, daher hat der Stadtchef noch eine weitere Erklärung: Die Plane sei auch zur Behübschung der Optik dienlich. Obwohl – wieder rätselhaft – auf ihr das derzeit verfallene Häuschen zu sehen ist.
Warum Mateschitz – laut Forbes 2016 mit 13,4 Milliarden US-Dollar Vermögen reichster Österreicher – nicht mit seinen Bullen am Vorhang wirbt, ist ebenso unklar, wie die Frage, wer die idyllische Ausschank in Zukunft betreiben wird.
Fest steht lediglich, dass keine Zufahrtsstrasse die Idylle stören wird. Mateschitz will – so wie vor dem Verfall der Schenke – die Waren über den See ans Ufer schippern.
(wapo)