Mathe-Tests für Schulreform manipuliert?

In einem Brief an "Heute" schlägt eine Gruppe AHS-Lehrer aus Niederösterreich Alarm: Die heute stattfindenden Schul-Tests seien manipuliert. Haupt- (HS) und Neue Mittelschulen (NMS) würden bei Aufgabenstellung und Benotung bevorzugt. Gymnasien sollen als "unnötig" dargestellt werden. Das Ministerium weist die Vorwürfe zurück.

In einem Brief an Heute schlägt eine Gruppe AHS-Lehrer aus Niederösterreich Alarm: Die seien manipuliert. Haupt- (HS) und Neue Mittelschulen (NMS) würden bei Aufgabenstellung und Benotung bevorzugt. Gymnasien sollen als "unnötig" dargestellt werden. Das Ministerium weist die Vorwürfe zurück.



"Manipulierte Ergebnisse sollen eine wissenschaftliche Begründung zur Einführung der Gesamtschule liefern", fürchtet  die Lehrer-Gruppe (Namen der Redaktion bekannt). Wie? Indem Hauptschule und Neue Mittelschule einfachere Aufgaben als AHS erhalten. Und indem Ergebnisse unterschiedlich beurteilt werden sollen. Letzteres bestätigt das zuständige "bifie": Sozioökonomische Faktoren werden miteinberechnet, je nach Schulstandort gibt es für die gleiche Antwort unterschiedlich viele Punkte.

AHS-Lehrergewerkschafter Eckehard Quin: "Der faire Vergleich ist gerecht. Es ist ja auch klar, dass eine Hauptschul-Klasse in Wien-Ottakring, in der kein Schüler Deutsch als Muttersprache hat, bei Deutsch-Tests schlechter abschneidet als eine Klasse im Waldviertel." Kritik übt er an mangelnder Transparenz: "Es muss vorher klar sein, welche Faktoren wie stark berücksichtigt werden – sonst kann man sich jedes beliebige Ergebnis herrechnen." Laut "bifie" erhält jeder der 86.000 Schüler 48 Fragen aus einem Pool von 250 Fragen – nach dem Zufallsprinzip.

Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SP) weist die Vorwürfe zurück. Aber: Sie will die Ergebnisse nicht veröffentlichen und Schultypen "sicher nicht gegeneinander ausspielen" …

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