"Einer der größten Skandale"

Mats Hummels rechnet knallhart mit FIFA-Boss ab

Mats Hummels schießt scharf gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino. Dessen geplatzter WM-Plan sei einer der größten Sport-Skandale überhaupt.
Sport Heute
12.08.2026, 11:27
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In seinem Podcast "Alleine ist schwer" nahm sich der ehemalige deutsche Nationalspieler den FIFA-Präsidenten vor. Auslöser ist Infantinos inzwischen gescheiterter Plan rund um eine Privatisierung der Fußball-WM. Das Vorhaben sei "einer der größten Skandale in der Geschichte des Sports", wetterte Hummels. "Wie kommst du auf diese Idee? Was geht in deinem Kopf vor, dass du denkst, das wäre okay?"

Für den 78-fachen deutschen Nationalspieler gehört die Weltmeisterschaft den Fans. Es gebe in der Sportwelt kaum etwas Verbindenderes als die vier Wochen WM alle vier Jahre. "Wahrscheinlich sind Macht und Geld irgendwann eine Droge – es kann nicht anders sein", legte Hummels nach.

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Harte Kritik an Ticketpreisen

Doch auch unabhängig vom gescheiterten Vorhaben sieht der ehemalige Dortmund-Star die Entwicklung des Weltverbandes kritisch.

"Die FIFA macht in den letzten Jahren alles dafür, den Fußball unpopulärer zu machen", so Hummels. Er wirft den Verantwortlichen vor, den Sport aus finanziellen Eigeninteressen "komplett auszumelken".

"Traurig, wie leer die Stadien waren"

Vor allem die hohen Ticketpreise sind Hummels ein Dorn im Auge. Es sei ein Problem, wenn sich Fans den Stadionbesuch nicht mehr leisten könnten.

"Ich war traurig darüber, wie leer die Stadien teilweise waren", erklärte der frühere Innenverteidiger. Auch die pauschal eingeführten Hydration Breaks kritisiert er. Diese seien aus seiner Sicht dazu genutzt worden, zusätzliche Werbung zu zeigen und damit noch mehr Geld zu verdienen.

Hummels sieht Infantino vor dem Aus

Für Infantino könnte der gescheiterte Vorstoß nach Einschätzung von Hummels sogar persönliche Konsequenzen haben. "Ich glaube, damit hat er sein eigenes Ende als FIFA-Präsident eingeleitet", sagte der 37-Jährige.

Den Widerstand der UEFA gegen die Pläne begrüßt Hummels ausdrücklich: "Ich liebe den großen UEFA-Widerstand; ich finde es richtig gut, wie aggressiv sie dagegen vorgegangen sind."

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