Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Sonntagsausgabe bereichtet, sei die Commerzialbank Mattersburg laut einer Aussage von Ex-Bankchef Martin Pucher vor der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) schon im Jahr 2000 faktisch pleite gewesen sein.
1992 hatte Pucher mit kleineren Bilanzfälschungen begonnen. Diese wurden schließlich zu einem nicht mehr sanierbaren Selbstläufer. Der Ex-Bankchef wurde vor kurzem von der WKStA einvernommen.
Er habe mit den Fälschungen deshalb begonnen, weil man sonst dem Ergebnisdruck nicht hätte standhalten können. Eine Selbstbereicherung seines Mandanten habe Puchers Anwalt zuletzt vehement ausgeschlossen.
Mehrere Gemeinden im Bezirk beklagen einen Schaden von insgesamt rund sechs Millionen Euro, so Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) in einem "Kurier"-Interview.