Österreich

Mauersäge ließ Amtsleiter auffliegen: Haft

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:04

129 Mal soll der Amtsleiter aus dem Innviertel einkaufen gegangen sein, immer mit dem Geld seiner Gemeinde, nicht mit dem eigenen. Dabei entstand ein Schaden von 40.700 Euro. Nun bekam der Mann die Rechnung präsentiert: 15 Monate Haft, fünf davon unbedingt.

Von Jänner 2009 bis Mai 2013 kamen bei dem Amtsleiter allerlei Luxusgüter ins Haus. Unter anderem ein Infrarot-Toaster, ein Luxus-TV-Gerät und sogar eine Lieferung Beton wurden eingekauft, wie "ooe.orf.at" schreibt.
Da der Amtsleiter nur einen Teil der Einkäufe zugab, mussten viele Zeugen befragt werden, um der Sache auf den Grund zu gehen. Produkt für Produkt wurde eine Liste abgearbeitet, bei jedem Punkt musste nachgeforscht werden, ob es für die Gemeinde oder für private Zwecke angeschafft wurde.

Stolperstein Mauersäge

Der Amtsleiter musste die Rechnungen dem Bürgermeister vorlegen, der sie abzeichnete, dann gingen die Belege an die Buchhaltung. Die Buchhalterin wurde stuzig als Rechnungen schnell genehmigt bei ihr einlangten, obwohl der Bürgermeister gar nicht im Haus war. Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, war schließlich eine Mauersäge. Niemand konnte sich erklären, warum die Gemeinde dieses Gerät anschaffen sollte.

Der Gemeinde wurden insgesamt 39.000 Schadenersatz zugesprochen, 6.000 sind schon geleistet worden. Der Beamte erbat drei Tage Bedenkzeit, die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab - somit noch nicht rechtskräftig.

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