Mäusebussard im Weinviertel angeschossen

Und wieder ein trauriger Fall von illegaler Greifvogel-Verfolgung im Weinviertel. Diesmal erwischte es einen Mäusebussard.
Es will einfach nicht aufhören: Wie berichtet, kam es in der Vergangenheit im Weinviertel schon oft zu Fällen von illegaler Greifvogel-Verfolgung. Hotspot war immer die Gegend rund um Zistersdorf, oftmals wurden die geschützten Tiere vergiftet, aber auch erschossen.

Diesmal erwischte es einen majestätischen Mäusebussard in Hausleiten (Bezirk Korneuburg): Der Vogel war neben einem Feldweg flugunfähig gefunden und in die Eulen- und Greifvogelstation der Vier Pfoten nach Haringsee (Bezirk Gänserndorf) gebracht worden.

Zunächst wurde eine Verletzung im Bereich des Schultergürtels diagnostiziert, doch auch die Tage nach der Verarztung brachten keine Besserung. "Die nächsten Tage lag das Tier viel und verweigerte das Futter", erzählt Vier Pfoten-Expertin Brigitte Kopetzky. "Wir mussten ihm kleine Stücke direkt in den Schnabel geben, damit er etwas zu sich nahm. Da wir uns nicht erklären konnten, warum er Probleme beim Stehen und Fressen hatte, haben wir ihn schließlich zum Röntgen geschickt."

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Dann die Schock-Diagnose: Ein Schrotkorn steckte in der Nähe des Kropfes, der Bussard war angeschossen worden. Das Schrotkorn konnte operativ entfernt werden, zwei weitere im Körper steckende Körner sind inoperabel. "Eines steckt in der Nähe der Herzbasis, das zweite im Oberschenkel. Die Fraktur eines Knochens des Schultergürtels ist ebenfalls durch den Schuss entstanden, worauf ein vorhandener Bleiabrieb hinweist. Aus diesem Grund erhält der Vogel jetzt auch eine Behandlung, die eine Bleivergiftung verhindern soll", berichten die Vier Pfoten in einer Aussendung.



Mittlerweile kann der Vogel wieder stehen und frisst.



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