Maxi Blaha als Emilie Flöge - Gustav Klimts Muse

Starfotograf Peter Rigaud setzte die Schauspielerin im Marmorsaal des Oberen Belvedere perfekt in Szene. Was Maxi Blaha an Emilia Flöge fasziniert.

Sie brillierte schon als Bertha von Suttner oder Ingeborg Bachmann. Ein-Personen-Stücke sind ideal für die Schauspielerin, die ab 13. März ins "Reformkleid" schlüpft und Gustav Klimts Muse Emilie Flöge verkörpert. Im Rahmen der Neuhängung von Klimts berühmten Gemälde "Der Kuss", bittet Maxi Blaha zur Premiere ins Obere Belvedere. Denn schließlich war es Emilie Flöge, die Klimt im "Kuss" verewigte". "Heute" bat sie zum Talk.

"Heute": Wie gefällt es dir den, in Emilie Flöge zu schlüpfen? Du warst ja auch schon Bertha von Suttner und Ingeborg Bachmann?

Maxi Blaha: Die Bertha von Suttner ist mir passiert, ich wollte sie einmal im Parlament spielen, daraus wurden dann zwei Jahre Welttournee. Die Bachmann war dann durch den tollen Jelinek Text eine große intellektuelle Herausforderung, aber mein Herz schlägt jetzt eigentlich nur mehr für Emilie. Sie ist das It-Girl der Moderne gewesen, war wahnsinnig kreativ und gleichzeitig sehr bodenständig und fürsorglich. Ich mag sie einfach.

Wie dürfen wir uns die Flöge vorstellen?

Eine selbstbewußte, mondäne, ungewöhnlich mutige und warmherzige Frau.

Wer hatte die Idee zum Stück, dass in England von Penny Black geschrieben wurde?

Ich kenne Penny Black als bekannte Übersetzerin, sie hat mich bei englischen Gastspielen in London auf der Bühne gesehen, so lag es nahe, dass wir mal zusammen arbeiten. Großartiges Team!

Was empfindest du beim Betrachten des berühmten Werks „Der Kuss"?

Ich empfinde den Kuss als mein Daheim, ich komme aus Wien, habe das Bild als Poster in meinem Jugendzimmer bereits an der Wand gehabt und die Sezessionisten und deren Kompromisslosigkeit sind immer noch meine Vorbilder. Der Kunst ihre Freiheit!

Worauf freust du dich?

Ich freue mich auf die vielen Vorstellungen im großen Marmorsaal des Belvedere, aber auch auf London, Tokio und und und. Mein Leben auf der Bühne ist ein wahrer Rausch.

Emilie Flöge - Geliebte Muse: Premiere am 13. März im Oberen Belvedere. Das Stück findet im Rahmenprogramm rund um den 100. Todestags des großen österreichischen Künstlers Gustav Klimt 2018 statt. Es basiert auf einer Idee, die für die Klimt Foundation in dem Stück „Süße Wiener Dunkelheit / tiefheller See" am Attersee entwickelt wurde. Im Lichte dieses Jubiläums ist auch die Neuaufstellung der Klimt-Sammlung im Oberen Belvedere zu entdecken. Sie setzt die Bilder der österreichischen Kunstikone in einen neuen Kontext. So bekommt auch der weltbekannte "Kuss" eine neue räumliche und kunsthistorische Umgebung. Die gesamte Sammlung des Oberen Belvedere ist seit 1. März in kompletter Neuaufstellung zu sehen.

(man)

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