US-Präsident Donald Trump hat am Freitag die britische Premierministerin Theresa May als ersten ausländischen Staatsgast seit seinem Amtsantritt in Washington empfangen. Bei dem einstündigen Gespräch ging um die Themen Freihandel, Sicherheit und die Zusammenarbeit der Geheimdienste. Das erfreute Deutschlands Angela Merkel ganz und gar nicht.
Die USA und Großbritannien müssten international Verantwortung übernehmen und Führung zeigen, forderte May. Militärische Interventionen wie im Irak oder in Afghanistan dürfe es jedoch nicht mehr geben.
Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat die verbliebenen 27 EU-Staaten aufgerufen, angesichts der populistischen Herausforderung durch den neuen US-Präsidenten zusammenzustehen und zu verteidigen, was Europa ausmache, sagte Merkel.
"Wir rufen alle Institutionen und Mitgliedsstaaten auf, dies auch deutlich zu machen", forderte Merkel vor einem Treffen mit dem französischen Präsidenten Francois Hollande in Berlin. "Jeder muss wissen, dass damit Verantwortung und Pflichten verbunden sind. Wir brauchen eine EU, die entschlossen und schnell handelt und das, was wir beschließen, auch einhält."