Es hätte der größte Wechsel aller Zeiten im Fußballgeschäft sein sollen: Al-Hilal, der Stadtrivale von Cristiano Ronaldos Verein Al-Nassr, wollte den 24-Jährigen unbedingt von Paris St.-Germain loseisen, bot eine Ablösesumme in der Höhe von 300 Millionen Euro, die PSG bereits angenommen haben soll, und Mbappe das unvorstellbare Gehalt von 700 Millionen Euro – für eine Saison. Denn Al-Hilal wollte dem Star-Stürmer 2024 den ablösefreien Wechsel zu Real Madrid ermöglichen.
Doch zum spektakulärsten Transfer der Fußball-Geschichte wird es nicht kommen, wie die "l´Equipe" und der Transfer-Experte Fabrizio Romano übereinstimmend berichteten. Der französische Teamspieler gab dem Klub aus der Saudi-Pro-League einen Korb. Und das, obwohl eine Delegation des Klubs nach Paris gereist war, um den Wechsel von Malcom nach Riad zu finalisieren. Und mit dem Franzosen zu verhandeln. Mbappe hat jedoch kein Interesse daran, in die Wüste zu gehen, wollte erst gar nicht verhandeln, er lehne "jegliche Gespräche mit den Vertretern des Klubs ab", heißt es in der "l´Equipe", der Star-Kicker habe einen Saudi-Wechsel "nie in Betracht gezogen".
Das stößt PSG sauer auf, schließlich deutet sich weiterhin keine Lösung für das Wechsel-Theater rund um den 24-Jährigen an. Mbappe teilte dem aus Katar finanzierten Scheich-Klub bereits im Juni mit, die Option zur Verlängerung seines im Sommer 2024 auslaufenden Vertrages nicht ziehen zu wollen. Damit kann der Knipser im kommenden Sommer ablösefrei gehen. Paris will das um jeden Preis verhindern.
Klub-Boss Nasser Al-Khelaifi machte bereits klar, dass der Star-Kicker entweder verlängern oder gehen muss. Dafür setzte der Katari dem 24-Jährigen eine Deadline Ende Juli. Als Ablöse stehen 120 Millionen Euro im Raum. Mbappe betonte aber bereits, noch eine Saison beim französischen Meister spielen zu wollen, ehe er 2024 ablösefrei geht – wohl zu Real Madrid.
Die Promotion-Reise seines Klubs nach Asien durfte Mbappe nicht mit antreten, trainiert seither beim zweiten Pariser Team. Das letzte Wort ist wohl noch nicht gesprochen.
Der Malcom-Wechsel ist derweil unter Dach und Fach. Und sorgt für eine denkwürdige Bestmarke. Al-Hilal überweist 60 Millionen Euro an Zenit St.-Petersburg, wo der 26-Jährige unter Vertrag stand. Damit ist Malcom der teuerste Spieler, der nach Saudi-Arabien wechselte. Er wird 18 Millionen Euro im Jahr verdienen.