Für viele Studierende der Masterstudiengangs Humanmedizin war der Schock groß, als der Sigmund Freud Universität (SFU) die Akkreditierung dafür entzogen wurde. Das Problem waren Qualitätsmängel, die von der Agentur für Qualitätssicherung (AQ Austria) festgestellt wurden. Nun werden die erforderlichen Kriterien wieder erfüllt, wodurch der Studiengang nun erneut zugelassen wird.
In einem Gutachten seien beim Medizin-Master große Abweichungen im Vergleich zu national und international gültigen Standards festgestellt worden, diese seien jedoch mittlerweile behoben. Die betroffenen Bereiche waren Personal, Forschungsinfrastruktur und Studienpläne. Der Studiengang erfülle wieder die nötigen Auflagen, wie AQ-Austria-Geschäftsführer Jürgen Petersen dem Ö1-Mittagsjournal bestätige. Dadurch erlangt die Universität die Zulassung zurück.
Eine Kooperation mit dem Gesundheitsverbund habe hierzu maßgeblich beigetragen. Laut Petersen ließe sich ein "starker Qualitätsschub" feststellen. Im Zuge der erneuten Akkreditierung soll auch die Zahl der Studienplätze steigen. Ab dem kommenden Wintersemester stehen im Fachbereich der Humanmedizin 220 statt 180 zur Verfügung.
Auch die Studierenden der Privatuniversität können nun wieder aufatmen. Diese hätten wieder Rechtssicherheit, wie Petersen gegenüber der APA hervorhob. Aufgrund der widerrufenen Zulassung konnte die Universität vorübergehend keine neuen Studierenden aufnehmen, auch der Studiengang durfte nicht mehr beworben werden. Insbesondere jene Studierenden, die den Bachelor in Humanmedizin an der SFU machten, waren dadurch verunsichert. Der Entzug der Akkreditierung hatte auf sie jedoch keine maßgeblichen Auswirkungen.
Die Sigmund Freud Privatuniversität ging nämlich rechtlich dagegen vor. So konnte erreicht werden, dass die AQ Austria einen neuen Bescheid erlassen musste. Schon ab dem Wintersemester 2023 war dadurch eine Einschreibung wieder möglich.