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Medwedew will "Pussy Riot" freilassen

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:27

Russlands Ministerpräsident Dimitri Medwedew kritisierte das über die Punkband "Pussy Riot" verhängte Urteil als zu hart. Er fordert die Freilassung der Skandalmusiker.

Russlands Ministerpräsident Dimitri Medwedew kritisierte das über die Punkband "Pussy Riot" verhängte Urteil als zu hart. Er fordert die Freilassung der Skandalmusiker.

Zwei Jahre Arbeitslager lautete das erstinstanzliche Urteil gegen "Pussy Riot". Am 1. Oktober startet die Berufung. Jetzt bekommen die drei Punkerinnen Unterstützung von ganz oben. Medwedew fordert sogar die Freilassung der Musikerinnen.

Der russische Ministerpräsident empfindet das Urteil gegen "Pussy Riot" als "hart und unproduktiv". Da die drei Frauen bereits Monate in Untersuchungshaft verbringen mussten, hätte laut Medwedew eine "bedingte Strafe" ausgereicht. Sie hätten genügend Zeit gehabt, das Geschehene zu überdenken.

Mit der Aktion von "Pussy Riot", die zu deren Verhaftung geführt hat, kann sich der Ministerpräsident nicht anfreunden. "Es ekelt mich, darüber zu sprechen", erklärte Medwedew. Das Punkgebet in der Moskauer Erlöserkathedrale sowie die dadurch entstandene Hysterie findet er "zum Kotzen".

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