Mega-Comeback! "Schlecker" kommt 2022 zurück

Schlecker gibt sein Comeback.
Schlecker gibt sein Comeback.Rolf Haid / dpa Picture Alliance / picturedesk.com
Knalleffekt am Christtag in Österreich! Die Drogerie-Kette "Schlecker" gibt 2022 ihr großes Comeback.

Schlecker war ein Unternehmen mit rund 6,55 Milliarden Euro Jahresumsatz und beschäftigte europaweit rund 47.000 Mitarbeiter, es war somit das größte Drogeriemarktunternehmen Europas. Ex-Drogeriekönig Anton Schlecker hat jahrzehntelang seine Branche europaweit dominiert. Dem Höhenflug folgte im Jahr 2012 der tiefe Fall: Schlecker musste Insolvenz anmelden.

Tausende "Schlecker-Frauen" verloren ihren Job. Anton Schlecker wurde wegen vorsätzlichen Bankrotts zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren und einer Geldstrafe verurteilt. Seine Kinder Lars und Meike mussten wegen Beihilfe zum Bankrott sogar ins Gefängnis. Die Marke "Schlecker" ist noch heute europaweit jedem ein Begriff und kommt jetzt wieder zurück.

"Kein reiner Drogeriemarkt"

Das Comeback und den Angriff plant der Kitzbüheler Unternehmer und Selfmade Millionär Patrick Landrock, der als einer der umstrittensten, streitbarsten und erfolgreichsten Persönlichkeiten der vergangenen Jahre gilt. Er bereitet seit Jahren den Marktangriff vor - der in den nächsten Monaten starten soll.

"Schlecker wird in Zukunft kein reiner Drogeriemarkt mehr werden, sondern auch stark mit Produkten des täglichen Bedarfs wie z.B. Lebensmittel, Büro- und Geschäftsbedarfsprodukte sowie Baumarktartikel auftreten. Der Unternehmer plant zusätzlich einen so genannten `Miet-Commerce` für Unterhaltungs- und Haushaltsgeräte. Es müssen sich also nicht nur die bestehenden Drogeriemarktketten sondern auch andere Händler warm anziehen, wenn der Dino, also "Schlecker", zurückkehrt", heißt es in einer Aussendung.

"Innovative Technologie-Plattform"

Und weiter: "Unsere innovative Technologie-Plattform wird uns sowohl online als auch im Filial- und Liefernetz einen Vorsprung ermöglichen, den der Wettbewerb nur schwer wieder aufholen wird." Branchenkenner gehen davon aus, dass für einen solch aggressiven Markteintritt mehrere hundert Millionen Euro an Working Capital benötigt werden. Auf Anfrage hierzu führte Patrick Landrock aus:

"Wir stehen bereits mit verschiedenen einflussreichen, internationalen Family Offices als auch mit institutionellen Investoren in fortgeschrittenen Gesprächen, bereits in diesem frühen Stadium steht eine Multi-Milliarden-Unternehmensbewertung im Raum. Schlecker wird so oder so zum Einhorn werden, also eine Unternehmensbewertung von mehr als einer Milliarden Euro erhalten."

Und: "In den nächsten Wochen fällt erst einmal die Entscheidung wo die Gesellschaft - welche langfristig mehrere tausend Arbeitsplätze schafft - angesiedelt wird, ob in Österreich oder eben in Deutschland."

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