Dramatische Wende in Hollywood: Eine US-Bundesrichterin hat die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance für mindestens zwei Wochen ausgesetzt. Damit haben die klagenden US-Bundesstaaten mehr Zeit, den Deal anzufechten.
Die Fusion würde zwei der letzten fünf großen Filmstudios Hollywoods vereinen. Dazu gehören auch zahlreiche Streamingdienste und Fernsehsender - darunter der Trump-kritische Nachrichtensender CNN.
Wie heise online berichtet, argumentiert Paramount, die Fusion würde den Wettbewerb gegenüber größeren Konkurrenten in der Unterhaltungsbranche sogar stärken. Das Unternehmen verwies auf bereits erteilte behördliche Genehmigungen und bezeichnete die Klage als "falsch in tatsächlicher wie rechtlicher Hinsicht".
Beobachter befürchten, dass der Trump-kritische Sender CNN unter dem Dach von Paramount seine redaktionelle Unabhängigkeit verlieren könnte. Denn dort hat die Familie des Software-Milliardärs Larry Ellison das Sagen - bekannt als Unterstützer von Präsident Donald Trump.
Für Paramount drängt die Zeit: Der Konzern hat sich verpflichtet, den Aktionären ab dem 30. September eine Entschädigung von rund sieben Millionen US-Dollar pro Tag zu zahlen, falls die Übernahme bis dahin nicht abgeschlossen ist.
Die klagenden Bundesstaaten unter Führung Kaliforniens sehen darin allerdings ein unternehmenseigenes Risiko. Sie plädierten für einen Prozessbeginn im April 2027.