Cyberattacke in Berlin

Mega-Hack: 1,4 Mio. Dateien im Darknet

Hacker haben Berliner Behörden angegriffen und 5,7 Terabyte an sensiblen Daten veröffentlicht. Die Bundesregierung schaltete sich ein.
Newsdesk Heute
09.09.2026, 16:41
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Ein verhängnisvoller Klick eines Mitarbeiters hat in Berlin eine der größten Datenkatastrophen der deutschen Verwaltungsgeschichte ausgelöst.

Die Hackergruppe Rhysida verschaffte sich Zugang zu den IT-Systemen mehrerer Berliner Senatsverwaltungen und erbeutete rund 5,7 Terabyte an sensiblen Daten.

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Die Angreifer forderten 30 Bitcoin – etwa zwei Millionen Euro – als Lösegeld. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner lehnte ab: "Ich bin der felsenfesten Überzeugung, dass sich ein Staat nicht erpressen lassen darf." Daraufhin stellten die Hacker die gestohlenen Daten ins Darknet.

Wie es bei n-tv unter Berufung auf den "Tagesspiegel" und Heise.de heißt, umfasst das Datenleck rund 1,44 Millionen Dateien.

Darunter befinden sich Notfall- und Schutzkonzepte zur zivilen Verteidigung, Baupläne von kritischer Infrastruktur wie Wasser- und Heizkraftwerken sowie sogar Pläne von Justizvollzugsanstalten.

Bundesregierung leitet Maßnahmen ein

Die Bundesregierung hat sich mittlerweile eingeschaltet und führt eine intensive Prüfung der eigenen Datensysteme durch. Zwischen den Sicherheitsbehörden von Bund und Land werden die Informationen kontinuierlich abgeglichen.

Berlins Chief Digital Officer Florian Hauer erklärte, man stehe vor der Aufgabe, die Inhalte der Dateien zu analysieren. Bei mehr als einer Million Dateien sei es sehr aufwendig, jede einzeln durchzugehen. KI-Tools sollen dabei helfen, die Daten nach Risikopotenzial zu kategorisieren.

Warnung vor Identitätsdiebstahl

Der Chaos Computer Club warnt, dass viele der veröffentlichten Informationen von Kriminellen für Identitätsdiebstahl genutzt werden könnten.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik wies zudem auf mögliche Einflussversuche im laufenden Berliner Wahlkampf hin. Experten gehen davon aus, dass auch internationale Geheimdienste sich das Material sichern werden.

red,09.09.2026, 16:41